War es Stalking? Rettungssanitäter vor Gericht

Zwickau - Ein Rettungssanitäter aus Zwickau soll seine Ex-Verlobte psychisch terrorisiert haben. Vor dem Landesgericht Zwickau steht er mit dem Vorwurf des Stalkings vor Gericht.

Frank S. (41) sieht sich zu unrecht beschuldigt, fordert einen Freispruch.
Frank S. (41) sieht sich zu unrecht beschuldigt, fordert einen Freispruch.  © Maik Börner

Wer sagt die Wahrheit? Ein Rettungssanitäter aus dem Raum Zwickau steht vor dem Landgericht Zwickau, weil er seine Ex-Verlobte monatelang terrorisiert haben soll. Die Frau sieht sich psychisch am Ende. Ihr Ex bestreitet die Vorwürfe.

"Meine Tochter und ich gehen durch die Hölle", sagte die 32-Jährige als Zeugin aus. Ständig hätte ihr Ex-Verlobter sie mit Nachrichten bombardiert, sie zu Hause und auf Arbeit kontrolliert und belästigt. Seinen Namen hätte er immer wieder an der Klingelanlage angebracht. Seit zwei Jahren befinde sie sich deswegen in psychologischer Behandlung.

Eine ganz andere Version erzählt der Angeklagte Frank S. (41). "Sie ist erst Anfang des Jahres auf mich zugekommen, da sind wir wieder intim geworden." Er bezeichnete die Nebenklägerin als Lügnerin und wolle nur noch seine Ruhe. An den Handgreiflichkeiten hätte vor allem seine Ex Schuld gehabt. Streitpunkt ist außerdem das gemeinsame Haus.

Das Amtsgericht Zwickau hatte Frank S. wegen Nachstellung zu 1320 Euro Geldstrafe (33 Tagessätzen zu je 40 Euro) verurteilt. Das Urteil im Berufungsprozess folgt.

Titelfoto: Maik Börner

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