Polizeigewerkschaft erinnert in Zwickau an NS-Justizopfer

Zwickau - An der Gedenkstätte am Zwickauer Schwanenteich sind 320 Opfer des Faschismus bestattet. Doch über die Schicksale der dort Begrabenen ist oft wenig bekannt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erinnerte am Freitag mit einer Gedenkveranstaltung an eines der Opfer, Albert Jacob (1887-1944).

Die Kreisgruppe Chemnitz des GdP-Bezirks Bundespolizei veranstaltete eine Gedenkveranstaltung am Zwickauer Schwanenteich.
Die Kreisgruppe Chemnitz des GdP-Bezirks Bundespolizei veranstaltete eine Gedenkveranstaltung am Zwickauer Schwanenteich.  © Ralph Köhler/propicture

Dieser Mann war Bergwerksheizer auf dem Bürgerschacht II in Zwickau und hatte am Freitag seinen Todestag. Während des Zweiten Weltkrieges hörte der ehemalige Gewerkschafter verbotene Radiosender. 

Eine dort vernommene Grußbotschaft eines Soldaten, der sich in sowjetischer Kriegsgefangenschaft befand, überbrachte Albert Jacob an dessen Ehefrau in Altenburg. Die Frau verriet ihn und Jacob wurde zum Tode verurteilt.

"Die Geschichte hat mich sehr gerührt. Sie ist aber in Vergessenheit geraten", sagt Jörg Günther (52), Vorsitzender der Kreisgruppe Chemnitz des GdP-Bezirks Bundespolizei. 

"Es wäre schön, wenn in Zukunft zum Beispiel eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Schlachthofstraße an Jacob erinnert."

Titelfoto: Ralph Köhler/propicture

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