Schon 470 Sparkassen-Kunden wollen klagen

Dresden/Zwickau - Kommenden Mittwoch zieht die Verbraucherzentrale Sachsen ein zweites Mal gegen eine Sparkasse vor das Oberlandesgericht (OLG) Dresden. Die Sparkasse Zwickau soll Kunden mit Prämiensparverträgen zu wenig Zinsen gezahlt haben. Wer sich der Sammelklage anschließen möchte, muss sich beeilen!

Mit einer Musterfeststellungsklage zieht die Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Sparkasse Zwickau am Mittwoch vor Gericht.
Mit einer Musterfeststellungsklage zieht die Verbraucherzentrale Sachsen gegen die Sparkasse Zwickau am Mittwoch vor Gericht.  © Sven Gleisberg

"Kunden der Zwickauer Sparkasse können sich nur noch bis Dienstag, den 16. Juni der Musterfeststellungsklage anschließen", sagt VBZ-Sprecherin Christina Siebenhüner. Aufgrund des komplexen Antrags und des kurzen Zeitfensters empfehlen die Verbraucherschützer sich telefonisch unter 0375/294279 in der Beratungsstelle Zwickau zu melden.

Fast täglich kommen neue Klagen hinzu. Mittlerweile beinhaltet die Sammelklage 470 Kunden. Im Detail geht es um den Sparvertrag "S-Prämiensparen flexibel".

"Der Kläger ist der Ansicht, dass die Beklagte bisher die Zinsen aus Sparverträgen falsch berechnet hat", teilte das OLG Dresden mit. 

Den Kunden, denen bereits 2017 gekündigt wurde, sollen zu wenig Zinsen gezahlt worden sein. Je nach Vertragsabschluss und Sparjahr seien unterschiedliche Verzinsungen festgelegt worden. Im Schnitt geht es um 5800 Euro.

Den ersten Prozess gegen die Sparkasse Leipzig hatte die Verbraucherzentrale gewonnen. Allerdings müssen sich die Kunden die Höhe der Nachzahlung individuell erstreiten. 

Titelfoto: Sven Gleisberg

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