Zwickau: Politiker fordern Steuerfreiheit für adoptierte Tierheim-Hunde

Zwickau - Sich in Zwickau einen Hund anzuschaffen, könnte bald attraktiver werden. Die Fraktion SPD/Grüne/Tierschutzpartei fordert, Frauchen und Herrchen künftig dauerhaft von der Hundesteuer zu befreien, wenn sie ihren Vierbeiner aus einem durch die Stadt unterstützten Tierheim aufnehmen.

Jens Heinzig (59, SPD) fordert eine Änderung der Hundesteuersatzung in Zwickau.
Jens Heinzig (59, SPD) fordert eine Änderung der Hundesteuersatzung in Zwickau.  © Maik Börner

Der Antrag ist Gegenstand bei der nächsten Stadtratssitzung kommenden Donnerstag. Bislang gilt die Steuerbefreiung nur für ein Jahr. Durch die neue Regel sollen die Tiere rascher vermittelt werden.

"Für die Tierheime wäre das eine Entlastung", sagt Fraktionsvorsitzender Jens Heinzig (59, SPD). Außerdem könne die Stadt so Unterbringungskosten sparen.

Nicole Braun (33), stellvertretende Leiterin des mit der Stadt Zwickau zusammenarbeitenden Tierheim in Chemnitz-Röhrsdorf, begrüßt die Forderung.

"Das würde dafür sorgen, dass Hunde schneller adoptiert werden. Wir prüfen vor der Vermittlung aber sorgfältig, ob die Lebensumstände in der Familie für das Tier passen." Denn die Nachfrage nach Haustieren sei seit dem ersten Lockdown extrem hoch.

Der Antrag sieht zudem vor, dass Bürger, die einen aus einem Heim geholten Hund von seinen ehemaligen Besitzern aufnehmen, künftig ebenfalls keine Steuer mehr zahlen müssen.

Die stellvertretende Leiterin des Tierheims Röhrsdorf, Nicole Braun (33), geht mit Mischlingshündin Bessie (11 Monate) Gassi.
Die stellvertretende Leiterin des Tierheims Röhrsdorf, Nicole Braun (33), geht mit Mischlingshündin Bessie (11 Monate) Gassi.  © Maik Börner

Davon sollen vor allem ältere Menschen profitieren, die ein Tier aus gesundheitlichen Gründen nicht lange halten können.

Titelfoto: Maik Börner

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