VW macht Zwickauer ID.3-Werk noch grüner

Zwickau - Klimawende "made in Zwickau": Das Volkswagen-Werk kommt seinem Ziel der CO2-neutralen Fabrik näher. Am Montag drückten VW-Geschäftsführer Reinhard de Vries (56) und Umweltminister Wolfram Günther (47, Grüne) den Startknopf für den Abschluss der grünen Logistikkette für Batterien des ID.3 und ID.4.

Das Volkswagen-Werk Zwickau möchte emissionsfreie Fabrik werden.
Das Volkswagen-Werk Zwickau möchte emissionsfreie Fabrik werden.  © Kristin Schmidt

Das Prinzip: VW-Zellmodule kommen per Zug aus dem polnischen Werk in Krakau nach Braunschweig. Nach der Montage zu Batteriesystemen gehen diese (öko-)logisch mit der Bahn weiter nach Zwickau.

An der Halle 15 kommen die vollautomatischen Entladelifter ins Spiel. Sie heben die schweren Batterien aus den Waggons, schaffen sie in die Halle, wo Computer die Akkus so sortieren, wie sie am Band gebraucht werden.

Automatisch laufen die Batterien in einen Lkw. Kein normaler Laster, sondern ein E-Truck von Framo (zusammen mit MAN, Porsche, Schnellecke und IAV).

Die Framoflotte bringt die Batterien in die Halle 5, wo sie - mit Ökostrom - in den IDs verbaut werden.

Ein VW-Arbeiter prüft eine Batterie für die Zwickauer ID-Familie.
Ein VW-Arbeiter prüft eine Batterie für die Zwickauer ID-Familie.  © Kristin Schmidt

Neue Transportkette spart 11.000 Tonnen CO2

Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (47, Grüne) startete die automatische Entladestation für Batteriesysteme bei VW in Zwickau.
Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (47, Grüne) startete die automatische Entladestation für Batteriesysteme bei VW in Zwickau.  © Kristin Schmidt

Reinhard de Vries freut sich: "Die automatische Entladestation ist ein Schritt zur CO2-neutralen Lieferung."

Auch Minister Wolfram Günther strahlte: "VW Zwickau ist ein Vorreiter auf dem Weg zu einer klimaneutralen Gesellschaft."

Seit 2017 hat das Werk 60 Prozent seiner CO2-Emissionen gekürzt, mehr als 100.000 Tonnen. Die neue Transportkette für die Batterien ohne Laster spart allein 11.000 Tonnen CO2 ein.

Noch hat VW einige Baustellen bis zum "Bio-Siegel" in Logistik und Produktion. VW spricht vor allem mit den Zulieferern über klimaschonende Produktion.

"Da, wo wir CO2 nicht vermeiden können wie bei der Wärmeherstellung im Blockheizkraftwerk, gleichen wir die Bilanz mit dem Kauf von Zertifikaten aus", sagt VW-Sprecher Carsten Krebs (48).

Titelfoto: Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0