Diese beliebte Tradition an der Nordseeküste fällt jetzt ins Wasser

Husum - Normalerweise leuchten entlang der nordfriesischen Küste am 21. Februar vielerorts die traditionellen Biike-Feuer.

Besucher des Biike-Brennens stehen an der Deichpromenade St. Peter-Ording.
Besucher des Biike-Brennens stehen an der Deichpromenade St. Peter-Ording.  © Frank Molter/dpa

In diesem Jahr wird dies allerdings coronabedingt nur in Ausnahmefällen an wenigen Orten der Fall sein - und dann unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Damit die zahlreichen Biike-Liebhaber nicht nur unter den Einheimischen nicht ganz ohne die Tradition auskommen müssen, haben sich etwa die Verantwortlichen auf Sylt entschieden, ein Biike-Feuer in Tinnum brennen zu lassen und es online beziehungsweise auf Sylt1 im Fernsehen zu senden.

Die Feuerwehr wird das Feuer absichern, Zuschauer sind nicht zugelassen.

Auf Amrum wird ebenfalls überlegt, die traditionellen Feuer brennen zu lassen. Nach Angaben des Kreises ist aber nur eine extrem reduzierte Biike angekündigt worden, die keine Veranstaltung ist und deshalb auch keiner Ausnahmegenehmigung bedarf. Auf Amrum brennen üblicherweise fünf Feuer.

Auf Föhr wird nach Angaben des Amtes Föhr-Amrum keine der normalerweise 21 Biiken brennen.

Auch St. Peter-Ording hat bereits früh - noch vor der Verlängerung des Lockdowns - die Biike abgesagt.

Teilnehmer tragen Fackeln zum Keitumer Biike.
Teilnehmer tragen Fackeln zum Keitumer Biike.  © Teresa Nauber/dpa-tmn

Die Biike ist der älteste nordfriesische Brauch und gilt vielen Friesen als "Nationalfest". Biike ist das friesische Wort für "Feuerzeichen".

Im Dezember 2014 wurde das Jahresfeuer zum immateriellen Kulturerbe erklärt und besitzt damit eine überregionale Dimension.

Titelfoto: Teresa Nauber/dpa-tmn

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