Hier lauert beim Baden das größte Corona-Ansteckungsrisiko

Kiel - Der Kieler Infektionsmediziner Helmut Fickenscher hat zum Sommerbeginn an diesem Wochenende auf die Bedeutung der Corona-Abstandsregeln auch beim Baden hingewiesen. 

Ein Besucher springt im Schwimmbad vom Startblock.
Ein Besucher springt im Schwimmbad vom Startblock.  © David Taneèek/CTK/dpa

Im Wasser selbst gelte das Übertragungsrisiko nach den bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen zwar als äußerst gering wegen der starken Verdünnung oder wegen der Chlorierung, sagte er.

Wie das Umweltbundesamt (UBA) unterstrich aber auch Fickenscher, es sei von zentraler Bedeutung, die Abstands- und Hygieneregeln auch am Strand, auf den Wiesen von Badeanstalten und natürlich auch im Wasser einzuhalten.

Fickenscher ist Direktor des Instituts für Infektionsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) und Präsident der Deutschen Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten.

"Die Abstandsregeln an Land und im Wasser einhalten, überfüllte Badestellen meiden", riet Fickenscher als zentrale Verhaltensregel. 

Weniger Aerosole im Freien

"Es ist auch weniger riskant, im Freien zu schwimmen als in Hallen, da Aerosole als Übertragungswege im Freien praktisch keine Rolle spielen", sagte Fickenscher.

Das größte theoretische Ansteckungsrisiko lauere wegen der Feuchte und den Aerosolen aber vor allem dort, wo Duschen in Sanitärräumen zu eng nebeneinander stehen, gab der Mediziner weiter zu bedenken. 

Titelfoto: David Taneèek/CTK/dpa

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