Darum rollen hier Roboter durchs Amtsgericht

Pinneberg – Rund 30.000 Akten sind mithilfe eines Roboters aus dem Amtsgerichts Pinneberg geborgen worden. Der Grund: Der Westflüge ist einsturzgefährdet.

Wegen Einsturzgefahr im Einsatz: Ein Roboter fährt im Amtsgericht Pinneberg über den gesperrten Flur.
Wegen Einsturzgefahr im Einsatz: Ein Roboter fährt im Amtsgericht Pinneberg über den gesperrten Flur.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Die letzten rund 200 Akten sollen in diesen Tagen aus dem Gebäude geholt werden, teilte eine Sprecherin des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein mit.

Ein Teil des Amtsgerichts sei in eine Zwischenlösung in Quickborn gezogen. Aktuell werde über die Anmietung und den Umbau einer zweiten Zwischenunterbringung für die Beschäftigten verhandelt, die noch im Ostflügel arbeiten. Wenn das Amtsgericht komplett leer steht, soll zunächst der Westflügel abgerissen werden.

"Der Ostflügel soll nach unserem jetzigen Kenntnisstand voraussichtlich saniert werden", teilte die Sprecherin mit. Das müsse aber erst noch unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit und des Klimaschutzes geprüft werden. "Für die Planung und Umsetzung der Sanierung und des Neubaus gehen wir von einem Zeitrahmen von rund fünf Jahren aus."

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Der Bergungsroboter ist seit August 2021 im Einsatz. Ende Mai 2021 war der Westflügel des 1975 errichteten Gebäudes wegen Einsturzgefahr geräumt worden. Experten hatten festgestellt, dass eine Alkali-Kieselsäure-Reaktion den Beton angegriffen hat.

Der Ostflügel ist den Angaben zufolge nicht einsturzgefährdet.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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