"Gorch Fock" sticht wieder in See! Segelschulschiff nimmt Kurs Richtung Osten

Kiel - Am kommenden Montag (8. August) sticht das Segelschulschiff "Gorch Fock" wieder von Kiel aus in See.

Am 8. August soll die "Gorch Fock" in Richtung Osten aufbrechen.
Am 8. August soll die "Gorch Fock" in Richtung Osten aufbrechen.  © Presse- und Informationszentrum Marine

Gegen 10 Uhr werde das Schiff unter dem Kommando von Kapitän zur See Andreas-Peter Graf von Kielmansegg (55) seinen Kieler Heimathafen in Richtung Osten verlassen, teilte die Marine am Mittwoch mit.

Seit langer Zeit würden erstmals wieder mehr als 100 Kadetten der Crew 2021 auf dem weißen Dreimaster zur See fahren, heißt es weiter.

Für den 55-jährigen Kapitän sei es die erste Auslandsausbildungsreise auf der "Gorch Fock" unter seinem Kommando.

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Die Offizieranwärter der Marine würden im Rahmen ihrer "Seemännischen Basisausbildung" erste Erfahrungen an Board des Traditionsseglers sammeln und das grundlegende seemännische Handwerk erlernen.

"Sie erfahren in der Praxis die Bedeutung von 'Teamwork' und 'Kameradschaft', bevor es für sie an die Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München in den akademischen Teil ihrer Ausbildung geht."

Vorgesehen sei in den nächsten Wochen die Teilnahme an der Hanse Sail in Rostock sowie auch Hafenaufenthalte in Stettin (Polen) und Helsinki (Finnland). Ende September werde die "Gorch Fock" dann in Kiel zurückerwartet.

Seit der Indienststellung im Dezember 1958 wurden laut Mitteilung etwa 15.000 Offizier- und Unteroffizieranwärter auf den Planken der "Gorch Fock" ausgebildet.

Während ihrer Ausbildungsreisen besuchte sie den Angaben nach bisher rund 390 Häfen in knapp 60 Ländern auf fünf Kontinenten und legte dabei mehr als 750.000 Seemeilen (1.389.000 Kilometer) zurück.

Gorch Fock: Instandsetzung-Kosten explodierten

In der Vergangenheit machte die "Gorch Fock" vor allem mit ihren explodierenden Kosten für die Instandsetzung Schlagzeilen.

Statt veranschlagten 10 Millionen Euro verschlangen die Arbeiten am Segelschulschiff am Ende mehr als das Zehnfache: Insgesamt 135 Millionen Euro, weil mehr als erwartet erneuert werden musste.

Titelfoto: Presse- und Informationszentrum Marine

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