Lockdown genutzt: Museum Helgoland nach Umbau wieder geöffnet

Helgoland - Nach einer mehrmonatigen Umbauphase ist das Museum Helgoland pünktlich zum Start der Sommersaison wieder geöffnet.

Puppen, Schiffsmodelle und historische Exponate sind im Museum Helgoland zu sehen. Das hat nach der Umbauphase nun wieder geöffnet.
Puppen, Schiffsmodelle und historische Exponate sind im Museum Helgoland zu sehen. Das hat nach der Umbauphase nun wieder geöffnet.  © Marcus Brandt/dpa

Man habe die Zeit des Lockdowns genutzt, um die Ausstellung komplett umzubauen und neu zu konzipieren, sagte Museumsleiter Jörg Andres.

"Es war an der Zeit." Das Museum sei vor mehr als 20 Jahren gegründet worden und es sei langsam eine Sammlung aufgebaut worden.

"Und es ist wie bei vielen Heimatmuseen, es wird immer voller, es wird immer mehr und es wird auch immer unsortierter." Daher sei es dringend nötig gewesen, nach dieser langen Zeit mal wieder etwas zu tun, sagte Andres.

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Geplant gewesen sei der Umbau schon länger, sagte Andres. Nun sei die Coronazeit dafür genutzt worden. Seit dem 29. Mai ist das Museum wieder für Besucher zugänglich.

Alle Exponate wurden aus dem Museum geräumt und eingelagert. Die Wände bekamen eine neue Farbgebung. Eine Horizontlinie verbindet die einzelnen Themen und führt die Besucher durch die Geschichte der Insel.

Zu sehen sind Hummerbude und Börteboot, Helgoländer Trachten und "Köpfe der Insel". Es sei ein Rundgang durch die Geschichte der Insel, der in der Zukunft endet, sagte Andres. So wird auch Helgolands Weg zum Wasserstoffknotenpunkt "in hoffentlich nicht so ferner Zukunft" gezeigt wird.

Spannende Funde im Untergeschoss

Auch ein Börteboot und eine Hummerbude (hinten rechts) haben einen Platz im Museum gefunden.
Auch ein Börteboot und eine Hummerbude (hinten rechts) haben einen Platz im Museum gefunden.  © Marcus Brandt/dpa

Im Untergeschoss des Museums ist die Geologische Abteilung mit Funden zu sehen, die allesamt auf Helgoland gefunden wurden. Leuchtkästen mit Fotografien von Franz Schensky (†86), Helgoländer und Pionier der Schwarz-Weiß-Fotografie, schaffen optische Ruhepunkte in der Ausstellung. Den Fotografien Schenskys, der in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden wäre, ist zudem eine Sonderausstellung gewidmet.

Erstmals ist der berühmte Felsen "Lange Anna" ein Themenschwerpunkt der Ausstellung. "Wir haben 20 Jahre geglaubt, die steht da draußen, die muss gar nicht ins Museum", sagt Andres. "Aber wir haben festgestellt, die Lange Anna ist das Thema Nummer Eins für die Helgoland-Besucher." Daher sei ihr eine ganze Wand gewidmet worden.

Auch die Hummerbuden im Museumshof wurden umgestaltet. Jede Bude präsentiert ein Schwerpunktthema - etwa zum Kinderbuchautoren James Krüss (†71) oder die Entwicklung des Postwesens, des Seebäderdienstes und der Seenotrettung.

Titelfoto: Marcus Brandt/dpa

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