Nach mysteriösem Mord in Lübeck: Polizei schnappt Tatverdächtige

Lübeck - Nach dem gewaltsamen Tod eines 21-Jährigen in Lübeck am Anfang der Woche konnte die Polizei am Donnerstag zwei Tatverdächtige in Kiel festnehmen.

Polizisten legen einem Tatverdächtigen Handschellen an.
Polizisten legen einem Tatverdächtigen Handschellen an.  © Carsten Rehder/dpa (Symbolbild)

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, sei es gelungen, den mutmaßlichen Täter des tödlichen Messerstiches, als auch einen der beiden weiteren Tatverdächtigen zu identifizieren.

Dabei handelt es sich nach Polizeiangaben um zwei Männer im Alter von 27 und 32 Jahren, die sich ohne festen Wohnsitz in Deutschland aufhalten.

Nach den bisherigen Ermittlungen kannten sich das Opfer und der 27-jährige Tatverdächtige und hatten Streit. Der Grund ist allerdings noch unklar.

Am 20. April traf der Getötete laut Polizei mit seinem Bruder auf einem Parkplatz auf die Tatverdächtigen. Es kam zum Streit, erst verbal, dann körperlich.

Ein zuvor unbeteiligter 22-Jähriger soll dazugekommen sein und den 27-jährigen Tatverdächtigen mit einem Fußtritt in den Bauch versetzt haben. Daraufhin soll der 32-jährige Mittäter den Bruder des Getöteten zu Boden gerissen und ihn festgehalten haben, während der dritte Tatverdächtige ihn schlug und auf ihn eintrat.

Zeitgleich soll der 27 Jahre alte Beschuldigte dem Getöteten einen gezielten Messerstich in die untere Halsgegend versetzt haben, durch den das 21-jährige Opfer noch am Tatort verblutete. Anschließend flüchteten die drei Tatverdächtigen.

Gegen den 27-Jährigen wird nun wegen des dringenden Verdachts des Totschlags ermittelt, gegen den 32-Jährigen wegen des dringenden Verdachts der gefährlichen Körperverletzung in Tateinheit mit Beteiligung an einer Schlägerei. Beide befinden sich in Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen zu dem dritten Tatverdächtigen dauern noch an.

Titelfoto: Carsten Rehder/dpa

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