Der Spätsommer kommt: Tourismusbranche hofft auf viele Besucher

Kiel - Angesichts des für den Wochenanfang erwarteten Sommerwetters hofft die Tourismusagentur Schleswig-Holstein auf einen Schub für die stark unter der Corona-Pandemie leidende Branche.

Auf Grund des kommenden Sommerwetters hofft die Tourismusbranche auf viele Strandbesucher. (Archivfoto)
Auf Grund des kommenden Sommerwetters hofft die Tourismusbranche auf viele Strandbesucher. (Archivfoto)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

"Erfahrungsgemäß fördert gutes Wetter das Ausflugsaufkommen, daher können wir uns sicherlich mit Blick auf den angekündigten schönen Spätsommer auf viele Besucher an diesem Wochenende beziehungsweise in den kommenden Tagen einstellen", sagte die Geschäftsführerin Bettina Bunge am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. 

Das gelte auch für Tagestouristen an den Wochentagen. Schönes Wetter erleichtere es den Menschen, auch bei Freizeit- und Urlaubsaktivitäten Abstand zu halten und sich im Freien zu bewegen.

Tourismusminister Bernd Buchholz (FDP) hält eine landesweite Strandampel zur Steuerung des Gästeandrangs im kommenden Jahr für denkbar. 

"Für das kommende Jahr werden wir über weitere digitale Autobahnschilder ebenso nachdenken müssen wie über eine landesweite Strandampel", teilte Buchholz am Donnerstagabend nach einem Treffen mit Tourismus-Vertretern mit. 

Schleswig-Holstein entwickelte dieses Jahr zur Unterbindung größerer Menschenansammlungen eine Online-Strandampel, die an einzelnen Orten eingesetzt war. Wenn die Strandampel online rotes Licht anzeigte, war der Strandabschnitt voll. 

Flächendeckende Installation von Sensortechnik nicht finanzierbar

Die Strandampel auf einer Website leuchtet rot - der Strandabschnitt ist voll.
Die Strandampel auf einer Website leuchtet rot - der Strandabschnitt ist voll.  © Bodo Marks/dpa

Das Konzept der elektronischen Besucherlenkung habe sich bewährt, sagte die Geschäftsführerin des Ostsee-Holstein-Tourismus e.V., Katja Lauritzen.

Buchholz machte zugleich deutlich, dass mit den Strandampel-Projekten der Lübecker Bucht und in St. Peter-Ording zunächst nur Erfahrungen und Daten gesammelt würden.

"Je mehr Kommunen sich später daran beteiligen, umso besser für alle Tourismusorte". Allerdings könne das Land keine flächendeckende Installation von Sensortechnik finanzieren.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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