Weniger neue Flüchtlinge im Norden als im Vorjahr

Kiel - Schleswig-Holstein hat in den ersten neun Monaten dieses Jahres 2248 Flüchtlinge aufgenommen und damit 779 weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. 

Flüchtlinge kommen auf dem Gelände einer Notunterkunft an. (Archivbild)
Flüchtlinge kommen auf dem Gelände einer Notunterkunft an. (Archivbild)  © DPA/Picture Alliance

Dies geht aus dem jüngsten Monatsbericht hervor, den das Landesamt für Zuwanderung und Flüchtlinge am Freitag veröffentlichte.

Im September kamen demnach 460 Flüchtlinge ins Land, von denen 73 in andere Bundesländer weitergeleitet worden seien. Insgesamt sei die Zahl der offiziell erfassten Geflüchteten in dem Monat dennoch um 614 gestiegen, weil viele Kinder nacherfasst worden seien, die nach Ankunft ihrer Eltern in Schleswig-Holstein geboren wurden. 

Da die Bearbeitung dieser Fälle andauere, werde es auch in den kommenden Monaten höhere Zahlen geben, hieß es.

Die meisten Flüchtlinge kamen im September aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Die Landesunterkünfte in Neumünster, Boostedt, Rendsburg und Bad Segeberg waren zuletzt insgesamt zu etwa zwei Dritteln ausgelastet. 

Im September gab es fünf Covid-19-Diagnosen bei Menschen, die in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster Schutz gesucht hatten. 

Sie wurden jeweils mit ihren Familien isoliert untergebracht und sind den Angaben zufolge mittlerweile genesen.

Titelfoto: DPA/Picture Alliance

Mehr zum Thema Schleswig-Holstein:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0