Anschlag auf Kreuzkirche: Politiker spricht von "Angriff auf Religionsfreiheit"

Schleusingen - Nach einem Vorfall mit stinkender Flüssigkeit am Eingang einer evangelischen Kirche in Schleusingen (Kreis Hildburghausen) sieht der CDU-Landesvorsitzende Mario Voigt (45) einen Angriff auf christliche Symbole und die Religionsfreiheit.

Nach dem Angriff auf die Kreuzkirche laufen die Ermittlungen der Polizei.
Nach dem Angriff auf die Kreuzkirche laufen die Ermittlungen der Polizei.  © NEWS5 / Ittig

Voigt sprach am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter von einer schweren Straftat, die hart bestraft werden müsse.

Nach Angaben der Polizei hatten Unbekannte in der Nacht zum vergangenen Sonntag eine übel riechende Flüssigkeit auf einer Sandsteinplatte vor dem Eingang der Schleusinger Kreuzkirche verschüttet. Laut mehreren Medienberichten soll es sich dabei wohl um Buttersäure handeln.

Die Flüssigkeit und der Gestank verbreiteten sich anschließend ins Innere des Gotteshauses. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

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Die evangelische Kirchengemeinde hatte am Samstagabend aus Protest gegen einen rechtsextremen Aufzug zu einem Friedensgebet und anschließendem stillen Protest aufgerufen, dem folgten knapp 40 Menschen.

An dem Aufzug des rechtsextremen Spektrums im Vorfeld des Volkstrauertags am Sonntag hatten sich laut den Beamten rund 70 Menschen beteiligt. Ein Zusammenhang zu dem Vorfall an der Kirche werde geprüft, erklärte eine Polizeisprecherin am Montag. Ermittelt werde in alle Richtungen.

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Als Zeitraum, in dem die Unbekannten die Flüssigkeit verschütteten, kommen laut Polizei der 12.11.2022, 19.30 Uhr bis 13.11.2022, 10.45 Uhr, also die Stunden zwischen dem Abschluss des Friedensgebets und Sonntagvormittag in Betracht.

Titelfoto: NEWS5 / Ittig

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