Keine Spritze: So viele Beschäftigte sind in Thüringer Einrichtungen bislang ungeimpft!

Erfurt - Seit Mitte März müssen Gesundheitseinrichtungen nicht gegen Covid-19 geimpfte Beschäftigte den Gesundheitsämtern melden. Jetzt gibt es in Thüringen einen ersten Zwischenstand.

Rund 8700 ungeimpfte Beschäftigte sollen bislang im Thüringer Gesundheits- und Sozialbereich gemeldet worden sein. (Archivbild)
Rund 8700 ungeimpfte Beschäftigte sollen bislang im Thüringer Gesundheits- und Sozialbereich gemeldet worden sein. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

In Thüringen sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums seit dem Start der Corona-Impfpflicht im Gesundheits- und Sozialbereich bislang rund 8700 ungeimpfte Beschäftigte gemeldet worden. Dabei handle es sich um einen Zwischenstand, sagte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage.

Wegen personeller Engpässe oder technischer Probleme hätten noch nicht alle Gesundheitsämter gemeldet. Andererseits seien möglicherweise auch Doppelmeldungen enthalten, wenn Beschäftigte zugleich in mehreren Einrichtungen tätig seien.

Die Impfpflicht für Personal in Kliniken, Pflegeheimen und -diensten, Arztpraxen, Hospizdiensten, Rettungsdiensten und mehreren anderen Bereichen gilt seit Mitte März. Arbeitgeber müssen seitdem ungeimpfte Beschäftigte den Gesundheitsämtern melden. Sie dürfen auch keine Ungeimpften mehr einstellen. Beschäftigte ohne Immunisierung müssen mit Bußgeldern rechnen, im letzten Schritt drohen Arbeitsverbote.

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Einige Ämter rechnen laut Ministerium damit, dass sich die Zahlen noch ändern, wenn für Beschäftigte nach einer Corona-Infektion im vergangenen Quartal demnächst der Genesenen-Status entfalle.

Werner: "Die Grundidee ist nach wie vor richtig"

Sie hält an der Idee der Impfpflicht fest: Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (53, Linke). (Archivbild)
Sie hält an der Idee der Impfpflicht fest: Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (53, Linke). (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Nach dem Scheitern der allgemeinen Impfpflicht hatte es auch von der Landeskrankenhausgesellschaft die Forderung gegeben, die Impfverpflichtung für Gesundheitspersonal auf den Prüfstand zu stellen.

Hintergrund ist, dass sie nur bis zum Jahresende 2022 gilt und eigentlich als Vorgriff auf eine allgemeine Impfpflicht gedacht war. "Das muss der Bundesgesetzgeber klären, und zwar besser früher als später", erklärte dazu Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (53, Linke). "Die Grundidee, der besondere Schutz der vulnerablen Gruppen, ist nach wie vor richtig."

Allein in den Thüringer Akutkrankenhäusern sind nach amtlicher Statistik mehr als 31.000 Ärzte und Pflegekräfte tätig, in Rehabilitationskliniken sind es mehr als 3000. In der Altenpflege arbeiten mehr als 33.000 Beschäftigte in Heimen oder ambulanten Diensten.

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Hinzu kommen die Beschäftigten etwa in Arzt- und Zahnarztpraxen.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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