Wegen Schulden: 21-Jähriger räumt die Sprengung von Geldautomaten in Gera ein

Gera - Ein 21-Jähriger hat vor dem Landgericht Gera eingeräumt, im März 2019 zwei Geldautomaten in einer Bankfiliale im Zentrum der Stadt gesprengt zu haben.

Ein Justizbeamter bringt am Dienstag einen Berg an Akten in den Verhandlungssaal. Ein zur Tatzeit 18-Jähriger hatte im März 2019 zwei Geldautomaten in Gera gesprengt.
Ein Justizbeamter bringt am Dienstag einen Berg an Akten in den Verhandlungssaal. Ein zur Tatzeit 18-Jähriger hatte im März 2019 zwei Geldautomaten in Gera gesprengt.  © Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

Er habe durch seinen Drogenkonsum rund 3000 Euro Schulden gehabt, erklärte der Niederländer am Dienstag. Seine Geldgeber, über die er nicht sprechen wollte, hätten ihm vorgeschlagen, Geldautomaten zu sprengen, um seine Schulden zu begleichen. Diese hätten ihm auch gezeigt, wie man ein entsprechendes Gas-Luft-Gemisch für die Sprengung benutzt.

Mit zwei Komplizen sei er dann im März 2019 von Utrecht nach Gera gefahren, um dort die Tat auszuführen. Demnach hätten sie zwei Geldautomaten gesprengt und eine Geldkassette mit 9000 Euro erbeutet.

In der Bank entstand ein Sachschaden von rund 140.000 Euro. Mit dem Geld habe er seine Schulden beglichen. Durch eine kleine Blutspur an einem der Automaten kamen ihm die Ermittler jedoch auf die Schliche.

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Angeklagt ist er unter anderem wegen Diebstahls in besonders schwerem Fall. Wegen seines Alters von 18 Jahren zur Tatzeit könnte für ihn auch noch das Jugendstrafrecht angewendet werden.

Für den Prozess sind noch sechs Verhandlungstage angesetzt.

Titelfoto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/dpa

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