Unglück in Straußfurt: War die getötete Helferin Schuld?

Straußfurt - Die Ermittlungen zum Tod einer 84-Jährigen am Bahnübergang an der B4 bei Straußfurt (Landkreis Sömmerda) laufen weiter. Dabei gibt es eine bedeutende Wendung.

Die 84-jährige Helferin, die bei der mutigen Aktion ums Leben kam, soll nach aktuellen Erkenntnissen die Unfallverursacherin gewesen sein. (Archiv-/Symbolbild)
Die 84-jährige Helferin, die bei der mutigen Aktion ums Leben kam, soll nach aktuellen Erkenntnissen die Unfallverursacherin gewesen sein. (Archiv-/Symbolbild)  © Benjamin Liss/dpa

Noch immer laufen die Ermittlungen zum genauen Hergang des Unglücks. Nach derzeitigem Erkenntnisstand sei die Frau am Samstag die Verursacherin des Unfalls gewesen, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Sie starb bei dem Versuch, gemeinsam mit Helfern Fahrzeuge aus dem Gleisbett zu schieben.

Die 84-Jährige war demnach mit ihrem Auto in den Gegenverkehr geraten und mit zwei weiteren Fahrzeugen zusammengeprallt. Zwei der beteiligten Fahrzeuge seien im Gleisbett liegen geblieben, wobei sich eine 45-Jährige zunächst nicht aus ihrem Auto befreien konnte.

Die 84-Jährige habe dann mit anderen Helfern versucht, die Autos von den Gleisen zu schieben. Der Lokführer einer Regionalbahn habe nicht rechtzeitig bremsen können und sei in die Autos gekracht.

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Dabei wurde die 84-Jährige von dem Zug erfasst und getötet. Die 45-Jährige konnte gerade noch aus ihrem Fahrzeug gezogen werden. Bei dem Unfall entstand Sachschaden in Höhe von mehr als 40.000 Euro.

In ersten Meldungen hatte es geheißen, die 45-Jährige sei aus zunächst ungeklärten Gründen am Samstagabend mit ihrem Wagen in den Gegenverkehr geraten.

Titelfoto: Benjamin Liss/dpa

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