Super-Sonnig und viel zu wenig Regen: So extrem trocken war der April in Deutschland

Offenbach am Main - Der April 2020 war wohl der sonnigste seit Aufzeichnungsbeginn und der dritt-trockenste. 

Zu wenig Regen: Das Foto vom 16. April zeigt Risse im Boden in einer Ackerfurche.
Zu wenig Regen: Das Foto vom 16. April zeigt Risse im Boden in einer Ackerfurche.  © Uwe Anspach/dpa

Nach der vorläufigen Auswertung der rund 2000 Messstationen des Deutschen Wetterdienst (DWD) dürfte es sich zudem um den siebtwärmsten April seit Beginn regelmäßiger Messungen handeln, sagte ein Sprecher am Mittwoch.

Zugleich zeige die Klimastatistik, dass Deutschland nun bereits den zwölften zu trockenen April in Folge erlebe.

Dabei gab es nach DWD-Angaben große Temperaturunterschiede zwischen Nord und Süd sowie Tag und Nacht: Mit 10,5 Grad lag die durchschnittliche Temperatur in Deutschland im April 2020 um 3,1 Grad über dem Wert der internationalen Referenzperiode 1961–1990. Verglichen mit der wärmeren Periode 1981–2010 betrug die Abweichung nach oben 2,2 Grad.

Während am 17. April in Wangerland-Hooksiel nördlich von Wilhelmshaven nur auf 9,2 Grad gemessen wurden, stieg die Temperatur in Waghäusel-Kirrlach, nördlich von Karlsruhe, dagegen auf 26,5 Grad und damit den bundesweit höchsten Wert des Monats.

Kältester Ort war zum Monatsbeginn Deutschneudorf-Brüderwiese im Erzgebirge mit minus 12,0 Grad Nachttemperatur.

Ob der viel zu trockene April ein Vorbote für einen weiteren Dürre-Sommer ist, steht nicht fest. Viele dürften angesichts der Trockenheit im April jedoch an die zurückliegenden Hitze- und Dürre-Sommer 2018 und 2019 denken.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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