Chaos nach Unwettern in Frankreich: Straßen überflutet, Campingplatz evakuiert

Nîmes - Heftige Unwetter und Überflutungen haben in Südfrankreich für Chaos gesorgt. Mehr als 200 Liter sollen stellenweise pro Quadratmeter gefallen sein.

Tausende Autofahrer saßen inmitten der Wassermassen fest.
Tausende Autofahrer saßen inmitten der Wassermassen fest.  © Twitter Screenshots @LPLdirect, @FriasAlejandro_

Nach dem heftigen Unwetter mit wolkenbruchartigem Regen in Südfrankreich dauern die Aufräumarbeiten in den überfluteten Ortschaften und an blockierten Verkehrswegen weiter an.

Tausende Autofahrer saßen fest, sowohl Autobahnen als auch Bahnstrecken waren blockiert. Ein von einem Blitzschlag getroffener Arbeiter soll laut RTL leicht verletzt worden sein.

Zwei zunächst vermisste Menschen tauchten wohlbehalten wieder auf, teilte das Departement Gard mit. Wegen der Unwetter blieben die Schulen dort geschlossen.

Zu ungenau gewarnt: Wetterdienst und Land NRW wollen Prognosen verbessern
Wetter Zu ungenau gewarnt: Wetterdienst und Land NRW wollen Prognosen verbessern

Weitere Regenmassen wurden in der Region und vier angrenzenden Departements erwartet, für die eine Unwetterwarnung ausgesprochen wurde. Bis in die Nacht waren Räumfahrzeuge auf der Autobahn zwischen Nîmes und Montpellier im Einsatz, um die von Geröll und Wassermassen zeitweise blockierte Verbindung wieder befahrbar zu machen.

Wie der Sender BFMTV meldete, musste ein Campingplatz mit 60 Menschen evakuiert werden. Das Wasser habe den Platz sehr schnell geflutet.

Anwohner berichteten von Wassermassen, wie sie sie seit Jahrzehnten nicht gesehen hätten. Der Zivilschutz berichtete von 687 Einsätzen in der Region. Innenminister Gérald Darmanin hatte die betroffene Region am Abend aufgesucht und Unterstützung zugesichert.

Titelfoto: Twitter Screenshots @LPLdirect, @FriasAlejandro_

Mehr zum Thema Wetter: