Drohender Starkregen am Wochenende: Polizei und Feuerwehr besonders sensibilisiert

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen und vor allem der Süden Deutschlands rüsten sich für mögliche neue Starkregenfälle am Wochenende.

Die Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD zeigt die Wahrscheinlichkeit für Gewitter am Wochenende.
Die Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD zeigt die Wahrscheinlichkeit für Gewitter am Wochenende.  © Deutscher Wetterdienst/pr

Per Erlass des NRW-Innenministeriums würden die Leitstellen von Feuerwehr und Polizei nochmals besonders für die Wetterlage sensibilisiert, teilte ein Ministeriumssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit.

"Die Arbeit in den Krisenstäben der Städte und Kreise wird auch am Wochenende fortgesetzt, um die Lage vor Ort zu koordinieren. Gleiches gilt für die Koordinierungsgruppe des Krisenstabs im Innenministerium."

Die Behörden seien gebeten, die lokale Wetterentwicklung aufmerksam zu beobachten, um passgenau auf mögliche Gefahren reagieren zu können.

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"Wir haben auch die Kommunen und Kreise der bereits betroffenen Gebiete gebeten, die Wetterlage im Blick zu behalten und besonders wachsam zu sein."

Mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) sei sowohl für Samstag als auch für Sonntag vormittags eine Telefonkonferenz vereinbart, in der Spitzen von Krisen- und Katastrophenstäben möglicherweise extrem betroffener Kommunen aus erster Hand die aktuellsten Informationen zur Wetterlage erhalten sollen.

Deutsche Wetterdienst rechnet für Samstag in den Katastrophengebieten erneut mit Gewittern

Blick in das vom Hochwasser schwer getroffene Bad Münstereifel.
Blick in das vom Hochwasser schwer getroffene Bad Münstereifel.  © Oliver Berg/dpa

Nach dem Jahrhundert-Unwetter vor einer Woche mit bundesweit mindestens 175 Todesopfern und enormen Sachschäden waren von vielen Seiten mangelhafte Kommunikation und zu späte Warnungen an die Bevölkerung kritisiert worden.

Der Deutsche Wetterdienst rechnet für Samstag in den Hochwasser-Katastrophengebieten erneut mit Gewittern.

Allerdings bleibe die Regenmenge wohl meist unterhalb der Warnschwelle, wie der DWD am Freitag in Offenbach berichtete.

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Für präzisere Aussagen über betroffene Orte und die Intensität der Niederschläge sei es noch zu früh.

Klar sei aber, dass es in der Südwesthälfte Deutschlands zu Schauern und Gewittern kommen könne, "die auch Unwetterpotenzial haben", wie Martin Jonas aus der Wettervorhersagezentrale sagte.

Auch die vom Hochwasser verwüsteten Gebiete könnten erneut betroffen sein.

Titelfoto: Deutscher Wetterdienst/pr

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