Gewitter-Chaos in Bayern: Hunderte Einsätze und mehrere Verletzte

Nürnberg - Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer und Straßensperrungen: Das Unwetter vom Freitagabend hat in Franken Hunderte Feuerwehreinsätze ausgelöst. In Mittelfranken stürzte eine Holzhütte ein, gut ein Dutzend Menschen wurden verletzt. Im restlichen Bayern gingen die Gewitter glimpflicher aus, wie die Einsatzzentralen am Samstag mitteilten.

Auch in Bayern haben Unwetter gewütet - vor allem im Norden.
Auch in Bayern haben Unwetter gewütet - vor allem im Norden.  © Nicolas Armer/dpa

14 Menschen, darunter auch mehrere Kinder, wurden demnach beim Einsturz der Holzhütte in Spalt nahe dem Großen Brombachsee verletzt. Eine 37-Jährige wurde schwer verletzt in eine Klinik gebracht, ein Kind mit einem Hubschrauber ebenfalls ins Krankenhaus geflogen.

Der Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters offenbar mehrere Urlauber in der rund 105 Quadratmeter großen Hütte Schutz gesucht. Aus ungeklärter Ursache sei diese dann zur Seite gekippt und in sich zusammengefallen.

Vor allem im Norden Bayerns wüteten heftige Gewitter. In Franken rückten die Feuerwehren zu Hunderten Einsätzen aus. Allein die Integrierte Leitstelle Nürnberg meldete mehr als 400 Unwettereinsätze in Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie in den Landkreisen Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt.

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So fielen in Nürnberg-Wetzendorf Bäume in eine Stromleitung. Die Aufräumarbeiten liefen auch am Samstag noch.

Über den Landkreis Bayreuth zog am Freitagabend ein "kurzer, aber heftiger Sturm", wie die Integrierte Leitstelle Bayreuth/Kulmbach am Samstag meldete. Die Feuerwehr wurde innerhalb von zwei Stunden über 60 Mal alarmiert.

Auch hier hatte die Feuerwehr vor allem mit abgedeckten Dächern und etwa 50 umgestürzten Bäumen zu tun. Menschen wurden nicht verletzt.

Titelfoto: Nicolas Armer/dpa

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