"Goran" bläst uns um die Ohren und sorgt für Chaos, doch bald kommt das nächste Sturmtief

Offenbach - Bäume stürzten um und sogar einige Autos wurden von den Straßen geweht: Tief "Goran" hat Deutschland am Donnerstag stürmisches Wetter gebracht.

Ein Baugerüst des Rohbaus der Turnhalle am Steinbart des Gymnasiums an der Cecilienstraße in Duisburg liegt nach dem Durchzug des Sturms Goran auf der Seite.
Ein Baugerüst des Rohbaus der Turnhalle am Steinbart des Gymnasiums an der Cecilienstraße in Duisburg liegt nach dem Durchzug des Sturms Goran auf der Seite.  © Christoph Reichwein/dpa

In den kommenden Tagen wird es zwar etwas ruhiger bei weiterhin milden Temperaturen.

An diesem Freitag kommt mit "Hakim" aber erst einmal das nächste Tief. Und so drohen vor allem im Westen, Südwesten und der Mitte Deutschlands wieder einzelne Sturmböen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorhersagte.

Vor allem in Nordrhein-Westfalen und in Niedersachsen rückten Feuerwehr und Polizei am Donnerstag zu zahlreichen Einsätzen aus. Der starke Wind warf Bäume und Schilder um, Mülltonnen wurden durch die Gegend geschleudert und Gebäude beschädigt.

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Betroffen war auch der Bahnverkehr auf der ICE-Strecke zwischen Köln und Amsterdam. Wegen umgestürzter Bäume zwischen Oberhausen und Emmerich am Niederrhein wurden Züge umgeleitet und hatten teils 45 Minuten Verspätung.

Aus Niedersachsen wurden mehrere wetterbedingte Verkehrsunfälle gemeldet.

Im ostfriesischen Landkreis Aurich wurde ein kleinerer Lastwagen von einer Sturmböe erfasst und in den Straßengraben geschleudert, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. In Groß Berßen im Emsland geriet ein leerer Bus in eine Windböe. Der Fahrer verlor die Kontrolle und kam von der Straße ab.

Stürmischer Wind hat in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Feuerwehreinsätze verursacht.
Stürmischer Wind hat in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Feuerwehreinsätze verursacht.  © Alexander Forstreuter/dpa
Am Donnerstag sorgte "Goran" für Sturm, am Freitag kommt Tief "Hakim".
Am Donnerstag sorgte "Goran" für Sturm, am Freitag kommt Tief "Hakim".  © Screenshot/WetterOnline

Wie wird das Wetter in den nächsten Tagen?

Feuerwehrleute räumen einen umgestürzten Baum weg.
Feuerwehrleute räumen einen umgestürzten Baum weg.  © Alexander Forstreuter/dpa

Die höchsten Windgeschwindigkeiten in Niedersachsen registrierte der DWD am Donnerstag auf der Nordseeinsel Spiekeroog mit 104 und in Diepholz mit 102 Stundenkilometern. In Nordrhein-Westfalen verzeichnete der DWD in Geilenkirchen nahe der Grenze zu den Niederlanden eine Windgeschwindigkeit von 100 km/h.

In Deutschland werden in der Nacht zum Freitag noch im Südwesten, Westen und in der Mitte stürmische Böen oder einzelne Sturmböen erwartet. Teils schwere Sturmböen kann es auf Berggipfeln, an der Nordsee und durch Föhn an den Alpen geben. Auf manchen Gipfeln sind auch Orkanböen möglich.

Am Freitag bleibt es im Südosten überwiegend freundlich. Im Südwesten kann es gebietsweise regnen, auch im Osten fallen letzte Tropfen. In Nordseenähe werden einzelne Schauer erwartet. Vor allem ab Mittag lockert sich der Himmel im Norden und Osten den Prognosen zufolge auf. Es bleibt weiterhin sehr mild.

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So liegen die Höchstwerte zwischen 4 und 12 Grad, im äußersten Südwesten bei 14 Grad. Der Wind flaut im Tagesverlauf langsam ab und nur noch auf den Bergen und an der Küste bleibt es stürmisch.

Titelfoto: Screenshot/wetteronline/Alexander Forstreuter/dpa

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