Im Kampf gegen das Hochwasser: Niedersachsen und Bremen schicken Hilfe nach NRW

Hannover - Mehr als 300 Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) aus Niedersachsen und Bremen sind bereits in der vom Hochwasser getroffenen Katastrophenregion in Nordrhein-Westfalen im Einsatz.

Euskirchen: Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) lassen Schläuche in die Steinbachtalsperre hinab, um das Wasser abzupumpen.
Euskirchen: Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) lassen Schläuche in die Steinbachtalsperre hinab, um das Wasser abzupumpen.  © Marius Becker/dpa

Sieben Trupps mit Pump-Ausrüstungen zum Kampf gegen Wasserschäden unterstützten die THW-Kräfte in NRW, teilte das Hilfswerk in Hannover mit.

Sie übernähmen Pumparbeiten, um das Hochwasser zu bekämpfen und den Menschen vor Ort schnell zu helfen.

"Hunderte unserer Helferinnen und Helfer aus dem Landesverband Bremen/Niedersachsen sind im Einsatz, um der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen schnell und unkompliziert zu helfen und um unsere Kameraden und Kameradinnen vor Ort zu unterstützen", sagte THW-Einsatzleiter Michael Matrian.

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"Die Hochwasserkatastrophe bei unseren Nachbarn in NRW und auch in Rheinland-Pfalz nimmt von Stunde zu Stunde an Dramatik zu", sagte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (62) am Donnerstagabend.

"Mein tiefes Mitgefühl gilt den Angehörigen und Freunden der Toten und Vermissten. Es ist bitter, was diese Wassermassen alles angerichtet haben, wie viel Leid und Zerstörung das Unwetter gebracht hat." Der SPD-Politiker bedankte sich bei den Helferinnen und Helfern aus Niedersachsen und versprach weitere Unterstützung.

Auch ein auf Räumarbeiten spezialisierter Fachzug mit Helfern aus verschiedenen Teilen Niedersachsens sollte nach NRW aufbrechen. Diese THW-Kräfte werden vor allem mit Räumgeräten wie Radladern und Teleskopladern im Krisengebiet unterstützen, um dort Straßen von Gegenständen zu befreien, wieder zugänglich zu machen und Trümmer zu beseitigen.

Sofortige Unterstützung für NRW und Rheinland-Pfalz

THW-Trupps übernehmen Pumparbeiten, um das Hochwasser zu bekämpfen und den Menschen vor Ort schnell zu helfen. (Symbolbild)
THW-Trupps übernehmen Pumparbeiten, um das Hochwasser zu bekämpfen und den Menschen vor Ort schnell zu helfen. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Niedersachsen bot ebenfalls Unterstützung an. Das Land habe bereits den Einsatz von Rettungshubschraubern mit Winden angeboten, teilte das Innenministerium mit.

Angesichts der dramatischen Entwicklungen hätten sich die Innenministerien der SPD-geführten Länder kurzfristig darauf geeinigt, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sofortige und uneingeschränkte Unterstützung bei der Bewältigung der Katastrophenlage anzubieten.

"Die Bilder aus den Kreisen Euskirchen und Ahrweiler sind erschreckend", sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (61, SPD).

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"Wir hoffen, dass der Regen bald nachlässt und die Rettungs- und Bergungsarbeiten schnell voranschreiten. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen."

Titelfoto: Marius Becker/dpa

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