Unwetter im Norden: Blitzeinschläge, Überschwemmungen und Verletzte

Lübeck – Schwere Gewitter und Regenschauer haben am Samstag im Raum Lübeck mehr als 200 Feuerwehreinsätze verursacht. 

Hamburg: Passanten sind bei Starkregen im Stadtteil Wandsbek unterwegs.
Hamburg: Passanten sind bei Starkregen im Stadtteil Wandsbek unterwegs.  © Bodo Marks/dpa

Alleine in Lübeck rückten die Einsatzkräfte nach heftigen Regenfällen in kurzer Zeit etwa 200 mal aus. Zwei Menschen verletzten sich im Stadtteil St. Jürgen bei einem Blitzeinschlag, wie die Feuerwehr mitteilte. 

Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht. Der Blitz hatte ein Feuer in einem Schuppen neben einem Wohngebäude ausgelöst. Die beiden Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Einschlags in unmittelbarer Nähe.

Nahezu zeitgleich gab es in Lübeck am Samstag ein weiteres Feuer im Stadtteil St. Gertrud. Rund 200 Feuerwehrleute waren in der Hansestadt im Einsatz. Sie mussten sich auch um zahlreiche vollgelaufene Keller und Alarme aufgrund von ausgelösten Brandmeldeanlagen kümmern. 

Auch in den Kreisen Ostholstein und Herzogtum Lauenburg gab es wetterbedingte Einsätze. So rutschte bei Hornbek auf der Autobahn 24 ein Wagen witterungsbedingt in den Graben, wie ein Sprecher der Regionalleitstelle am Sonntag sagte. 

Außerdem habe es mehrere Einsätze im südöstlichen Schleswig-Holstein wegen umgestürzter Bäume gegeben.

Gewitter bringt Verkehr zum Erliegen

Das Unwetter zog am Samstag über weite Teile von Hamburg und Schleswig-Holstein in Richtung Ostsee. 

Die "Ostseezeitung" berichtete auf ihrer Internetseite, dass Gewitter an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein zwischen Groß Sarau und Schönberg sowie zwischen dem Kreuz Wismar und der Raststätte Fuchsberg den Verkehr auf der Autobahn 20 zeitweilig zum Erliegen gebracht hätten. Stellenweise habe das Wasser 20 Zentimeter hoch auf der Fahrbahn gestanden.

Für Samstag hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) für mehrere Städte in Schleswig-Holstein amtliche Unwetterwarnungen herausgegeben und mitgeteilt, dass in den betroffenen Bereichen mit Starkregen mit Mengen von 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter und Sturmböen bis 100 km/h gerechnet werden müsse. 

Es wurde auch vor vereinzelt möglichen Hagelschauern gewarnt. "Die Hauptgefahr ist in jedem Fall der plötzlich eintretende Starkregen und die damit verbundenen Unwetter", sagte ein DWD-Meteorologe.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

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