Nach Unwetter in Magdeburg: 79-Jähriger stürzt in Baustellengrube

Magdeburg - Am Sonntagmorgen ist in Magdeburg ein Mann von einer Behelfsbrücke in eine Baustellengrube gefallen. War das Unwetter in der vorhergehenden Nacht schuld an dem Unglück?

Laut Polizei könnte der starke Regen die Erde aufgeweicht haben.
Laut Polizei könnte der starke Regen die Erde aufgeweicht haben.  © Thomas Schulz

Der 79-Jährige war an der Baustelle im Stadtteil Sudenburg von seinem Fahrrad gestiegen, um zu Fuß die Brücke zu überqueren, wie die Polizei mitteilte. 

Das Bretterkonstrukt sei zweigeteilt gewesen und habe auf dem Erdreich zwischen zwei Gräben aufgelegen. Doch die Erde gab nach und der Mann stürzte in die Baustelle. 

Rettungskräfte behandelten den 79-Jährigen vor Ort. 

Warum die Brücke wegbrach, muss noch geklärt werden. Vermutet wird, dass starker Regen am Vorabend die Erde aufgeweicht und nachgiebig gemacht hatte.

Unwetter in Sachsen-Anhalt: Mehr Regen als im gesamten August

In Teilen Sachsen-Anhalts fiel in den vergangenen Tagen mehr Regen als im gesamten August.
In Teilen Sachsen-Anhalts fiel in den vergangenen Tagen mehr Regen als im gesamten August.  © Thomas Schulz

Heftige Gewitter haben mehreren Orten in Sachsen-Anhalt am Wochenende hohe Regenmengen gebracht. 

Am meisten Niederschlag prasselte zwischen Freitag und Sonntag auf Bernburg nieder. Die Messstation in der Kreisstadt des Salzlandkreises registrierte binnen 48 Stunden 72 Liter Regen je Quadratmeter. Das ist mehr als in der Stadt im Schnitt im ganzen August fällt (54,2 Liter je Quadratmeter). 

Für Harzgerode brachten die Gewitter 54 Liter auf den Quadratmeter binnen 48 Stunden, in Osterfeld (Burgenlandkreis) waren es 33, in Magdeburg 32 Liter.

Größere Probleme meldeten Polizei und Rettungskräfte nicht. Allerdings musste die Feuerwehr allein in Magdeburg am Samstagabend wegen der heftig prasselnden Gewitter 63 Mal zu Einsätzen ausrücken.

Titelfoto: Thomas Schulz

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