Deutschland - Erst kurze Hose, dann plötzlich Jacke raus. Noch vor wenigen Tagen war es vielerorts angenehm warm, doch jetzt ist davon kaum noch etwas übrig. Statt Sommerfeeling kommt ein spürbarer Kälteeinbruch ins Land, der sich für viele eher wie ein Rückfall in den April anfühlt.
Der Deutsche Wetterdienst beschreibt die Lage als typisch wechselhaft: mal ein bisschen Sonne, dann wieder Wolken, Schauer oder auch mal ein kurzes Gewitter.
Dazu weht oft ein frischer Westwind, der das Ganze noch kühler wirken lässt, als es auf dem Thermometer steht.
"Mehr als 14 bis 20 Grad sind nicht mehr drin, dazu pfeift ein böiger Westwind. Und nachts wird's richtig frisch: Bis Mittwoch kühlt es auf 10 bis 6 Grad ab. Im Juni fühlt sich das fast wie Frühherbst an", erzählt Wetter-Experte Dominik Jung auf seinem YouTube-Kanal.
Je nach Region kann sich das Wetter unterschiedlich präsentieren: Im Norden gibt’s häufiger Schauer und kräftigen Wind, an der Küste wirkt die Luft dadurch nochmal rauer.
Was hat es mit der "Schafskälte" auf sich?
In der Mitte Deutschlands wechseln sich Sonne und Wolken ab, aber auch hier ist der nächste Regenschauer meist nicht weit.
Im Süden und Richtung Alpen bleibt es am hartnäckigsten nass. Dort regnet es stellenweise länger. In den Bergen kann es sogar nochmal richtig kühl werden, teils mit Schneeflocken in höheren Lagen bis auf 1800 Meter.
Meteorologen sprechen in solchen Phasen von der "Schafskälte" – ein klassischer Kälteeinbruch, der um diese Zeit öfter mal auftaucht.
"Die Schafskälte ist eine sogenannte Singularität, ein Kälterückfall, der fast jedes Jahr um den 11. Juni herum auftritt. Früher überraschte diese Kaltluft die frisch geschorenen Schafe, daher der Name", erklärt Jung.
Die gute Nachricht: Richtung Wochenende könnte es schon wieder freundlicher aussehen und die Temperaturen sollen langsam wieder steigen. Aber bis dahin gilt erstmal: Jacke und Regenschirm bleiben im Einsatz.