Schneechaos in Deutschland: Laut Wetterdienst bleibt es auch den Rest der Woche eisig kalt

Deutschland - Das Schneechoas hält weiter an und Teile Deutschlands versinken unter der weißen Pracht.

In Kassel blieb ein Auto liegen, es musste angeschoben werden.
In Kassel blieb ein Auto liegen, es musste angeschoben werden.  © Uwe Zucchi/dpa

Tief "Tristan" über Mitteleuropa sorgt zusammen mit Hoch "Gisela" über Skandinavien derzeit für eisige Luft.

Auch wenn die Schneefälle ab Wochenmitte nachlassen sollen, haben frostige Temperaturen die Bundesrepublik im Griff.

Vielerorts gibt es massive Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr.

Auch auf den Autobahnen ist die Lage angespannt. Das Technische Hilfswerk ist im Dauereinsatz.

TAG24 berichtet vom anhaltenden Schneechaos.

Update, 11. Februar, 14.30 Uhr: Winterspaziergang lockt bei Sonne und Dauerfrost

Die Temperaturen klettern in den nächsten Tagen ein wenig nach oben, für Werte über null reicht es aber vorerst nicht. "Deutschland liegt weiterhin fest in den Fängen des Kältehochs "Helida" über Skandinavien", erklärte Meteorologe Robert Hausen von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Donnerstag.

Die arktische Polarluft über Deutschland könne sich über den großen Schneeflächen immer wieder regenerieren. Daher bleibe es "bis Sonntag weitgehend dauerfrostig".

Zum Sonntag wird es vermutlich etwas wärmer. Am Rhein könnten die Temperaturen tagsüber erstmals nach rund einer Woche wieder knapp in den Plusbereich rutschen. In den Nächten bleibt es aber klirrend kalt: "Über den Schneeflächen muss weiterhin von minus 15 Grad, bei längerem Aufklaren um minus 20 Grad ausgegangen werden", sagte Hausen. "Die extreme Kälte mit den rekordnahen Werten bis zu minus 27 Grad aus der Nacht zum Mittwoch über der Mitte des Landes ist aber passé."

Update, 11. Februar, 12.51 Uhr: Logistiklager von Amazon kann nur eingeschränkt arbeiten

Wegen großer Schneemassen auf dem Dach hat Amazon den Betrieb in seinem Logistiklager in Leipzig vorübergehend eingestellt. Auch am Donnerstag können nicht alle Angestellten regulär weiterarbeiten.

Mehr dazu erfahrt Ihr im Artikel Amazon hat Betrieb in Leipzig eingestellt.

Update, 10. Februar, 15.02 Uhr: Laut Deutschem Wetterdienst bleibt es auch den Rest der Woche eisig kalt

Wer nach der bisher kältesten Nacht des Jahres auf wärmende Temperaturen hofft, muss sich in Geduld üben: Die nächtlichen Gefrierschrank-Gefühle in Deutschland halten nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) noch an - auch wenn es wohl nicht mehr ganz so kalt wird.

Dennoch kann bei verbreitet minus zehn Grad kaum von lauen Temperaturen die Rede sein. Bei klarem Himmel über Schnee kann es nachts sogar wieder minus 20 Grad kalt werden. Auch tagsüber soll es am Donnerstag vielfach frostig bleiben. Die Höchstwerte liegen zwischen minus sieben bis null Grad.

Auch am Freitag sind gerade mal entlang des Rheins Höchstwerte um den Gefrierpunkt zu erwarten, sonst betragen die Höchstwerte minus zehn bis minus zwei Grad. Wo zudem ein frischer Wind bläst, liegt die gefühlte Temperatur noch tiefer. Schnee fällt nur noch vereinzelt.

Dem DWD zufolge war die Nacht auf Mittwoch die bisher kälteste Nacht des Jahres. "Über der tief verschneiten Mitte und dem Osten kühlte es gebietsweise auf unter minus 20 Grad ab. 'Coldspot' war dabei Thüringen mit einem Tiefstwert von minus 26,7 Grad Celsius, gemessen in Mühlhausen."

Bis mindestens Freitag soll es in den Nächten weiterhin eisige Minusgrade geben.
Bis mindestens Freitag soll es in den Nächten weiterhin eisige Minusgrade geben.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 10. Februar, 13.57 Uhr: Mann rodelt mit Kindern auf aufblasbarem Kanu - drei Verletzte

Beim Rodeln mit einem aufblasbaren Kanu sind in Thüringen ein zehnjähriges Mädchen schwer, ihr Vater sowie ein weiteres Kind leicht verletzt worden.

Der 54-Jährige sei mit seiner Tochter und drei weiteren Kindern auf dem Gefährt in der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel unterwegs gewesen, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Aus bislang unbekanntem Grund sei das Kanu von der geplanten Route abgekommen und habe dabei wohl Gestrüpp und einen Baum gestreift. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum Rodel-Unfall mit einem Kanu.

Update, 10. Februar, 11.20 Uhr: Verkehrslage auf A2 beruhigt sich

Auf der Autobahn 2 bei Bielefeld hat sich die Verkehrslage nach dem Schneechaos am Dienstag weitestgehend beruhigt. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, rollte der Verkehr am Mittwochmorgen.

Es bestehe aber noch eine "latente Gefahrenlage" durch Lastwagen, die auf dem Standstreifen parkten, weil die Fahrer ihre Ruhezeiten einhalten müssen - und schliefen. Die Polizei ging davon aus, dass sich die Situation am Morgen auflösen würde, wenn die Fahrer nacht acht Stunden Pause wieder ans Steuer dürfen.

Wegen der anhaltenden Minustemperaturen bittet die Polizei weiterhin darum, Fahrten auf der Autobahn in Ostwestfalen wenn möglich zu vermeiden.

Update, 10. Februar, 9.56 Uhr: Minus 26,7 Grad in Thüringen gemessen

Exakt minus 26,7 Grad Celsius wurden in der Nacht zu Mittwoch im thüringischen Mühlhausen-Görmar gemessen. Mehr lest Ihr im Artikel zum knapp verpassten 200 Jahre alten Kälterekord.

Update, 10. Februar, 9.09 Uhr: Weiter EInschränkungen in Nah und Fernverkehr laut Deutsche Bahn zu erwarten

Wegen des Winterwetters kommt es auch am Mittwoch noch zu Problemen im Zugverkehr in Deutschland. "Auch heute und in den nächsten Tagen müssen Reisende in vielen Teilen des Landes witterungsbedingt mit erheblichen Einschränkungen im Nah- und im Fernverkehr rechnen", sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn.

Die Bahn arbeite daran, Schritt für Schritt auf immer mehr Verbindungen den Zugverkehr wieder aufzunehmen, schrieb das Unternehmen in seinem Wetterblog.

"Strenger Frost, Schneeverwehungen und regional starker Neuschnee sorgen aber weiterhin für Verzögerungen und teils neue Einschränkungen."

Update, 10. Februar, 8.04 Uhr: "Größter Parkplatz der Republik" laut Polizeisprecher

Das Winterwetter mit Schnee und Glätte in Niedersachsen beeinträchtigt weiterhin den Berufsverkehr. "Es ist chaotisch", sagte ein Sprecher der Autobahnpolizei Braunschweig am frühen Mittwochmorgen. Auf der A2 sei zwischen dem Kreuz Wolfsburg und Peine der Hauptfahrstreifen in Richtung Dortmund gesperrt. Die Lastwagenfahrer würden dort parken und schlafen. "Wir haben den größten Parkplatz der Republik." Glatt sei es noch überall, der Zustand der Straßen sei nicht gut. Unfälle habe es deswegen in der Nacht allerdings kaum gegeben. "Die Autofahrer haben sich offenbar darauf eingestellt, und wir sind froh, dass bislang nicht mehr passiert ist", sagte der Sprecher.

Lastkraftwagen stehen dicht gedrängt auf einer Fahrbahn der Autobahnraststätte Garbsen Nord.
Lastkraftwagen stehen dicht gedrängt auf einer Fahrbahn der Autobahnraststätte Garbsen Nord.  © Ole Spata/dpa

Update, 10. Februar, 7.22 Uhr: Befürchtetes Stau-Chaos auf Autobahnen ausgeblieben

In den kommenden Tagen wird weniger Schnee in Deutschland erwartet, doch wegen Hoch "Gisela herrschen weiter frostige Temperaturen vor. Immerhin ist ein erneutes Chaos auf den Autobahnen mit stundenlangen Staus ausgeblieben. Mehr dazu lest Ihr im Artikel Hoch Gisela bringt weniger Schnee, aber es bleibt bitterkalt.

Hintereinander stehen die Lkw auf der Autobahn 2 in Nordrhein-Westfalen. Allerdings kann der Verkehr wieder rollen.
Hintereinander stehen die Lkw auf der Autobahn 2 in Nordrhein-Westfalen. Allerdings kann der Verkehr wieder rollen.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 10. Februar, 7.17 Uhr: Minus 26 Grad in Thüringen gemessen

In Thüringen sind in der Nacht auf Mittwoch Tiefstwerte von bis zu minus 26 Grad gemessen worden. Am kältesten war es in Olbersleben in Nordthüringen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Mittwoch mitteilte.

Von einem Thüringer Kälterekord war das aber noch etwas entfernt. Dieser wurde laut DWD am 2. Februar 1830 in Jena mit minus 30,6 Grad gemessen.

Titelfoto: Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

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