Sturmtief "Fiona" wütet: Mindestens drei Tote, historischer Schneefall

Madrid - Das Sturmtief "Filomena" hat in Spanien mindestens drei Menschenleben gefordert - und die Hauptstadt Madrid mit historisch intensivem Schneefall lahmgelegt.

Ein Ast, der durch die Schneemassen abgebrochen ist, liegt auf einem schneebedeckten Auto. Das Sturmtief "Filomena" sorgt in Spanien landesweit für Rekordkälte und viel Schnee.
Ein Ast, der durch die Schneemassen abgebrochen ist, liegt auf einem schneebedeckten Auto. Das Sturmtief "Filomena" sorgt in Spanien landesweit für Rekordkälte und viel Schnee.  © Ricardo Rubio/Europa Press/dpa

"Wir haben noch schwere Stunden vor uns", sagte Innenminister Fernando Grande-Marlaska am Samstag bei einer Bilanz. Er rief die Spanier dazu auf, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben.

Allein in der besonders schwer betroffenen Region Madrid seien seit Freitagabend fast 1500 Menschen gerettet worden, die vom Schnee in ihren Fahrzeugen festgesetzt worden seien.

Nach Medienberichten warteten am frühen Samstagnachmittag bei gefühlten minus fünf Grad vor allem auf den Ringautobahnen der Hauptstadt noch Dutzende Menschen auf Hilfe, die die Nacht im Auto verbringen mussten.

Nach Angaben der Behörden wurde in Zarzalejo im Nordwesten der Region Madrid ein 54-Jähriger tot geborgen, der mutmaßlich in der Nacht von Schneemassen begraben worden war.

Ein Mann und eine Frau starben in Fuengirola in der Provinz Málaga im Süden Spaniens, als ihr Fahrzeug in der Nacht bei Überschwemmungen von Wassermassen mitgerissen wurde.

Ein Rettungsfahrzeug fährt auf der leeren, schneebedeckten Schnellstraße M-30 in Madrid.
Ein Rettungsfahrzeug fährt auf der leeren, schneebedeckten Schnellstraße M-30 in Madrid.  © Meng Dingbo/XinHua/dpa
Laut des Wetterdienstes AEMET gab es solch einen Schneefall in Spanien das letzte Mal im Februar 1984.
Laut des Wetterdienstes AEMET gab es solch einen Schneefall in Spanien das letzte Mal im Februar 1984.  © Meng Dingbo/XinHua/dpa

Höchste Alarmstufe Rot für mehrere Gebiete ausgerufen

"Filomena" tobt seit Donnerstag und mindestens noch bis Sonntagabend vor allem in Madrid, im Zentrum und im Osten des Landes. Im Zusammenspiel mit anderen Wetterphänomenen verursachte das Sturmtief heftige Schnee- und Regenfälle, starke Winde und hohe Wellen.

Die höchste Alarmstufe Rot wurde für Madrid und für zehn von insgesamt 50 Provinzen Spaniens ausgerufen. In Madrid stellten der Flughafen und die S-Bahn den Betrieb am Samstag bis auf Weiteres komplett ein. Die Eisenbahngesellschaft Renfe strich viele Verbindungen.

Zudem wurden im ganzen Land nach Angaben der Behörden rund 400 Autobahnen, Land- und andere Straßen gesperrt.

Titelfoto: Montage: Meng Dingbo/XinHua/dpa, Ricardo Rubio/EUROPA PRESS/dpa

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