Tornado verwüstet Tschechien: Wetter-Experten halten Phänomen auch in Bayern für möglich

Nürnberg - Nach einem Tornado mit mehreren Toten und Verletzten in Tschechien schließen Wetter-Experten ein Naturphänomen dieser Stärke in Bayern nicht aus.

In Moravská Nová Ves wurden durch den Tornado zahlreiche Häuser beschädigt.
In Moravská Nová Ves wurden durch den Tornado zahlreiche Häuser beschädigt.  © álek Václav/CTK/dpa

Gleichzeitig halten sie dies jedoch für unwahrscheinlich.

"In den Frühjahrs- und Sommermonaten können Windhosen zwar auch im Freistaat auftreten", sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag. Meist handle es sich dabei jedoch um schwächere Stürme.

Im Südosten Tschechiens hatte am Donnerstag ein Tornado sieben Dörfer verwüstet - Häuser wurden zerstört, Dächer abgedeckt und Autos umhergeworfen. Mindestens vier Menschen starben, rund 200 wurden verletzt.

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Ein Tornado dieser Stärke ist nach DWD-Angaben in Europa äußerst selten.

Tornados entstehen demnach, wenn sich verschieden feuchte oder warme Luftmassen übereinanderschichten oder zusammenprallen.

"Gerade in den Alpen kann es zu solchen Wetterphänomenen kommen", sagte der Sprecher. Es bildeten sich Gewitterwolken, die sich in den Himmel schraubten. "Im Inneren entsteht dann mitunter ein schnell rotierender Wirbel, der bis zum Boden reicht - der Tornado", hieß es.

Titelfoto: álek Václav/CTK/dpa

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