Unfälle, Verspätungen, Sperrungen: So groß war das Schneechaos auf Sachsens Straßen!

Dresden/Leipzig/Chemnitz - Der Winter hat Sachsen fest im Griff. Neuschnee-Mengen bis zu 30 Zentimeter und schwere Verwehungen legten den Verkehr lahm.

Schnee-Infarkt auf der Autobahn: Hunderte Laster schleppten die Helfer des THW auf der A4 den Brabschützer Berg hinauf.
Schnee-Infarkt auf der Autobahn: Hunderte Laster schleppten die Helfer des THW auf der A4 den Brabschützer Berg hinauf.  © Roland Halkasch

Die Hauptschlagader A 4 wurde zur Brummi-Bremse. Die Katastrophenhelfer vom Technischen Hilfswerk (THW) mussten alarmiert werden, um den Weg für die Winterdienste freizumachen.

Erst nach stundenlangem Dauereinsatz war die Lage wieder einigermaßen unter Kontrolle.

Seit der Nacht zu Montag ging auf der A4 nicht mehr viel. Am Burkauer Berg (Richtung Dresden) hatten sich zahlreiche Laster festgefahren und zum Teil quergestellt.

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Das THW Bautzen war "im Rahmen einer Amtshilfe für die Autobahnpolizei" seit 4.30 Uhr mit 15 Helfern und fünf Fahrzeugen im Einsatz - eskortierte zudem den Winterdienst, der nicht mehr durchkam.

Schnee und Glätte führten zu Sperrungen einiger Auffahrten auf die A 4. "In Richtung Dresden staute sich der Verkehr bis Bautzen zurück", sagte Polizeisprecherin Franziska Schulenburg.

Und es gab noch mehr Hindernisse auf der A 4: Bei Dresden hingen am Brabschützer Berg (Richtung Chemnitz) die Brummis seit etwa 1 Uhr fest. Auch hier eilte das THW zu Hilfe, schleppte Laster frei.

Es knallt heftig: Polizei meldet zahlreiche Unfälle!

Manchmal - wie hier in Plauen - half nur noch Schieben.
Manchmal - wie hier in Plauen - half nur noch Schieben.  © Igor Pastierovic

Der Stillstand auf der A4 wirkte sich auch auf die A 17 (aus Richtung Prag) aus: Die Tunnel Coschütz und Altfranken mussten vorübergehend gesperrt werden, "damit sich der Verkehr nicht in den Tunneln staut", erklärte Polizeisprecher Rocco Reichel (52).

Auch auf der A72 blieben Lastwagen liegen. Zudem sorgten zwischen Leipzig und Chemnitz Schneeverwehungen und böiger Wind für schwierige Straßenverhältnisse und schlechte Sicht.

Das Unfallaufkommen war wetterbedingt erhöht: Knapp 40 Mal krachte es bis 14.30 Uhr im Bereich der Görlitzer Polizeidirektion (PD).

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Die PD Dresden meldete 63 Unfälle. "Hauptsächlich handelt es sich um Blechschäden", so Polizeisprecher Stefan Grohme (40).

In Leipzig und im Vogtland gab es übrigens die heftigsten Schneefälle. Um die 30 Zentimeter Neuschnee wurden gemessen.

Dennoch hatte der Winterdienst in allen Städten ordentlich zu tun: Allein in Dresden waren bis Montag, 23 Uhr, 52 Arbeitskräfte mit 45 Räum- und Streufahrzeugen im Einsatz.

Am heutigen Dienstag rückte der Streudienst schon wieder um 3 Uhr früh aus.

Ausfälle und Verspätungen bei Zügen, Bussen und Bahnen

Nur mit Schneepflug ging es: Heftige Schneefälle hatten am Montag den Leipziger Personennahverkehr zum Erliegen gebracht.
Nur mit Schneepflug ging es: Heftige Schneefälle hatten am Montag den Leipziger Personennahverkehr zum Erliegen gebracht.  © Sebastian Willnow/dpa

Im Bus- und Bahnverkehr in Sachsen ging am Montag wenig: Im Raum Leipzig/Halle und Dresden fielen am Montag zahlreiche S-Bahnen und Nahverkehrszüge aus.

Auch Verbindungen der Chemnitzer Citybahn entfielen. Die Länderbahn meldete für die Trilex-Züge Verspätungen und Ausfälle, aufgrund von Weichenstörungen in Dresden, Bautzen, Bischofswerda und Zittau.

Auch die Vogtlandbahn meldete aufgrund starken Schneefalls Störungen. Probleme gab es auch in den Städten: In Leipzig, wo bis zu 30 Zentimeter Neuschnee gefallen war, stellten die LVB wegen Schneeverwehungen ihren Betrieb am Montag ganz ein.

In Dresden kam es bei Bus und Bahn zu zahlreichen Verspätungen und Ausfällen. Einzig die Chemnitzer Verkehrs-AG meldete keine Ausfälle, jedoch Verspätungen.

Der Fernverkehr der Deutschen Bahn von und nach Sachsen war - wie schon am Sonntag - auch am Montag fast vollständig eingestellt.

Titelfoto: Bildmontage: Sebastian Willnow/dpa & Roland Halkasch

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