Unwetter in Thüringen: Aquaplaning, umgestürzte Bäume und Sperrung der A9

Erfurt - Ein Autounfall mit vier Verletzten und eine Vielzahl umgestürzter Bäume infolge des Orkantiefs "Emmelinde" haben am Freitag mehrere Einsätze der Rettungskräfte in Thüringen ausgelöst.

Feuerwehr und Polizei hatten viel zu tun. Trotzdem hielt sich die Zahl der schweren Unwetterschäden in Thüringen in Grenzen.
Feuerwehr und Polizei hatten viel zu tun. Trotzdem hielt sich die Zahl der schweren Unwetterschäden in Thüringen in Grenzen.  © Martin Schutt/dpa

Insgesamt zwölf Mal wurde die Polizei im Laufe des Abends alarmiert - hauptsächlich wegen entwurzelter Bäume, die Straßen blockierten.

Die B84 bei Eisenach (Wartburgkreis) sowie die L2019 bei Meiningen-Henneberg (Landkreis Schmalkalden-Meiningen) mussten im Zuge der Aufräumarbeiten für etwa drei Stunden voll gesperrt werden.

Am späten Freitagabend war ein 37-jähriger Autofahrer bei Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis aufgrund von Aquaplaning mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und gegen eine Betonwand gekracht, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Fahrer sowie die drei weiteren Insassen wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

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Die Autobahn 9 (Berlin-München) musste am Abend zwischen Eisenberg und Bad Klosterlausnitz gesperrt werden, weil ein Baum eine Fahrspur blockierte.

Zu ein paar Einschränkungen etwa durch umgestürzte Bäume sei es im Landkreis Schmalkalden-Meiningen gekommen. Die betroffenen Straßen seien aber von der Feuerwehr geräumt worden. In Ritschenhausen sei durch heftigen Regen eine Bahnunterführung kurzzeitig geflutet gewesen.

Bei Lengenfeld im Unstrut-Hainich-Kreis habe kurzzeitiger Starkregen größere Mengen Kies auf eine Straße gespült. Die Feuerwehr räumte die Straße.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für Freitagabend vor extremem Gewitter der Stufe 4 von 4 in etlichen Regionen Thüringens gewarnt. "Vermeiden Sie möglichst den Aufenthalt im Freien!", hieß es in einer amtlichen Unwetterwarnung.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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