Wetter: Bringt uns der Polarwirbel eisige Kälte und Schnee?

Deutschland - Anfang Oktober vergangenen Jahres sorgte ein riesiges Ozonloch über dem Südpol für Aufsehen (TAG24 berichtete). Nach Angaben deutscher Forscher war es schließlich Anfang Dezember so groß wie noch nie zu dieser Zeit. Mit einer Ausdehnung von etwa 18 Millionen Quadratkilometern habe es die Landfläche der gesamten Antarktis (rund 14 Millionen Quadratkilometer) erheblich übertroffen, berichtete das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln Mitte Dezember. Ursache war ein damals stabiler polarer Wirbel.

Es gibt zwar Anzeichen für viel Schnee, doch bis Mitte Januar dürfte die Schneedecke eher dünn bleiben. Das könnte sich im Februar oder März ändern.
Es gibt zwar Anzeichen für viel Schnee, doch bis Mitte Januar dürfte die Schneedecke eher dünn bleiben. Das könnte sich im Februar oder März ändern.  © Montage: 123rf.com/olegdoroshin, 123rf.com/alphaspirit

Nun kommt der - inzwischen instabile - Polarwirbel wieder ins Spiel. Wie "The Weather Channel" berichtet, ist er "in zwei Teile zerbrochen" und bleibt auch "weiter instabil".

Während sich ein Teil derzeit noch über Kanada befindet, bewegt sich der andere über Norwegen. Doch schon Mitte Januar wird er erneut zerbrechen - nachdem er sich kurzzeitig wieder "zusammengerissen" hat.

Problem: Teilt sich der Polarwirbel in zwei Wirbel, kann das zu einem heftigen Wintereinbruch führen. Kann! Es muss nicht soweit kommen!

Doch die Wahrscheinlichkeit, dass Europa und auch Deutschland in wenigen Wochen von eisiger Kälte und starken Schneefällen getroffen werden, soll sehr hoch sein!

Laut "Weather Channel" können wir uns darauf einstellen, "dass es in diesem Winter nochmal richtig kalt wird." Denn dann kommt trockene und sehr kalte Luft aus dem Osten hierher.

Die Wetterexperten rechnen damit, dass es im Februar oder März soweit ist.

Winterlich in den Mittelgebirgen, Schmuddelwetter in den Tieflagen

Verschneite Bäume und Straßen gab es am Dienstag auch im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.
Verschneite Bäume und Straßen gab es am Dienstag auch im sächsischen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge.  © Robert Michael/dpa

Derzeit erleben wir bereits sehr niedrige Temperaturen und gebietsweise schneit es auch. Kein Wunder, werdet Ihr Euch an dieser Stelle möglicherweise denken, schließlich ist Winter.

Dass es so kalt bei uns ist, liegt am Islandtief, dass sich gerade zwischen Island und Grönland bildet.

Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sprachen am Montag von "Winter light", und das nasskalte Wetter gibt auch in den kommenden Tagen weiterhin den Ton an. Schnee gibt es erstmal vor allem in den Höhenlagen.

Unterhalb von 200 bis 400 Metern kommen die Niederschläge als Regen an. Das bedeutet leider Schmuddelwetter bei Werten zwischen null und vier Grad.

Ab der Wochenmitte sorgen die Ausläufer eines Tiefs über Nordpolen dafür, dass es noch ein wenig kühler wird. Temperaturen um den Gefrierpunkt sorgen dann gebietsweise für leichten Schneefall. In den Alpen kann es sogar bis minus neun Grad kalt werden!

Durchweg winterlich bleibt es im Verlauf der Woche vor allem in den Mittelgebirgen. Die Meteorologen warnen jedoch, dass in den kommenden Tagen mit Glätte durch Schnee, Matsch und gefrierender Nässe gerechnet werden müsse.

Titelfoto: Montage: 123rf.com/olegdoroshin, 123rf.com/alphaspirit

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