Wetter-Experte: So schwierig sind konkrete Warnungen bei Gewittern

Offenbach - "Lokal Unwettergefahr" - so heißt es oft in Wettervorhersagen. Doch die dynamische Struktur von Gewitterzellen erschweren den Meteorologen präzise Warnungen vor schweren Unwettern.

Gewitter (wie hier über Frankfurt) lassen sich laut Wetter-Experte Franz-Josef Molé nur schwer vorhersagen.
Gewitter (wie hier über Frankfurt) lassen sich laut Wetter-Experte Franz-Josef Molé nur schwer vorhersagen.  © DPA/Arne Dedert

"Da Gewitter mit Starkregen meistens sehr lokal auftreten, kann man - mit Glück - erst kurz vorher sagen, wo das sein wird", sagte Franz-Josef Molé, der Leiter der Vorhersage- und Beratungszentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD).

"So ein Gewitter entsteht innerhalb einer halben Stunde."

Bei der Entstehung können Experten etwa anhand von Radarbildern sehen, ob die "Zutaten" für ein schweres Unwetter vorhanden sind.

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Trotzdem wisse man nicht, ob sich die sogenannte Zelle in eine andere Richtung bewege oder sogar abschwäche. Das mache Warnungen "sehr schwer".

"In kritischen Lagen machen wir Vorabinformationen", sagte Molé der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

"Das heißt, wir geben vormittags Vorabinformationen an die Bereiche ab, die wahrscheinlich nachmittags von solchen Ereignissen betroffen sind." Die konkreten Informationen lägen nur kurzfristig vor.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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