Wetter: Hochsommerliche Rekordwerte erwartet, doch die Hitze sorgt für massive Probleme!

Deutschland - In dieser Woche kehrt die Hitze zurück. Jeden Tag wird es wärmer. Bis zum Wochenende steigen die Temperaturen verbreitet auf ein hochsommerliches Niveau und erreichen voraussichtlich am Samstag einen Höhepunkt bei Werten bis 36 Grad.

Am Wochenende wird es heiß: Regional sind mit mehr als 35 Grad neue Rekordwerte für Mitte Juni möglich.
Am Wochenende wird es heiß: Regional sind mit mehr als 35 Grad neue Rekordwerte für Mitte Juni möglich.  © Wetteronline

Laut WetterOnline lauert derzeit 45 Grad heiße Luft in Spanien und macht sich über Frankreich auf den Weg zu uns. Erste Wärmeschübe dürften sich ab Wochenmitte im Südwesten des Landes bemerkbar machen.

Vor allem im Süden könnte es gleich mehrere Tage am Stück hochsommerlich warm werden. Im Norden wird dagegen mit Abkühlung ab Sonntag gerechnet. Dazu gibt es meist freundliches und überwiegend trockenes Wetter, am Sonntag steigt allerdings die Gewittergefahr.

"Kurz vor dem kalendarischen Sommeranfang am 21. Juni zeigt der junge Sommer schonmal was er kann. Rund 30 Stunden brennt die Sonne am Wochenende bei oft mehr als 30 Grad vom Himmel. Das ist bestes Badewetter und die Badeseen bieten mit knapp unter 20 Grad auch noch eine herrliche Erfrischung", sagt Björn Goldhausen, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

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Entlang des Oberrheins könnten sogar mehr als 35 Grad gemessen werden. Für Mitte Juni ist das ungewöhnlich warm. Lokal sind sogar neue Rekordmarken möglich.

Temperatursturz im Norden

Der große Aletschgletscher in der Schweiz ist bereits Mitte Juni ohne Schneedecke der starken Sonne ausgesetzt.
Der große Aletschgletscher in der Schweiz ist bereits Mitte Juni ohne Schneedecke der starken Sonne ausgesetzt.  © Wetteronline

Nach einer längeren Hitzewelle sieht es jedoch nicht aus. Mit einer Winddrehung auf Nordwest sinken die Temperaturen ab Sonntagabend wieder. Für den Norden ist dann ein Temperatursturz ziemlich sicher.

Nur im Süden könnte sich die heiße Luft noch etwas länger halten. "Ob es dann im Übergangsbereich der Luftmassen ordentlich kracht, ist zum jetzigen Stand aber noch unsicher", erklärt Goldhausen.

Nicht so schön: Flächendeckender Regen ist in den nächsten Tagen nicht in Sicht. Dabei hätte die Natur ihn bitter nötig. Stattdessen verschärft sich die regionale Trockenheit in Deutschland weiter und die Waldbrandgefahr steigt.

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So schön das Wetter für Sonnenanbeter und Sommerfans ist, es bringt auch massive Probleme mit sich: Die Hitze in den Tallagen beschleunigt die Schmelze der Gletscher, denn in den Alpen liegt kaum noch Schnee, der sie vor der Hitze schützt.

Die Folge ist das Einsetzen sehr starken Tauwetters!

Gletscherschmelze wie im Hitzesommer 2003 droht

Weil bereits der Frühling warm und trocken war, liegt im gesamten Alpenraum so wenig Schnee, wie in den vergangenen 20 Jahren noch nie im Juni. Der große Aletschgletscher in der Schweiz etwa ist bereits zu einem großen Teil schneefrei. Sollte es auch im Juli und August heiß werden, droht den Gletschergebieten eine Rekordschmelze wie im Hitzesommer 2003. Damals verloren die Schweizer Gletscher über vier Prozent ihres Eises.

Auch Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, könnte in den nächsten Tagen bereits schneefrei sein. "Das ist im Juni sehr selten, normalerweise liegt zu dieser Jahreszeit noch meterhoch Schnee aus dem Winter. Eine schneefreie Zugspitze im Juni gab es zuletzt 1964", sagt Wetterexperte Goldhausen.

Aufgrund des fehlenden Schmelzwassers kämpfen einige Flüsse in der Schweiz mit Niedrigwasser. In Deutschland liegt der Rheinpegel schon jetzt deutlich unterhalb des Mittelwertes. Und in der Po-Region in Norditalien hat die Dürre schon jetzt Ausmaße erreicht, wie es sie seit 70 Jahren nicht mehr gab.

Titelfoto: Montage: Wetteronline (2)

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