Vorsicht vor Winter-Einbruch in NRW: Höchste Unwetter-Warnstufe für Teile Westfalens

Köln/NRW - Der Deutsche Wetterdienst hat wegen des erwarteten heftigen Wintereinbruchs die höchste Unwetterwarnstufe für Teile Westfalens ausgegeben.

In Teilen von NRW wird viel Schnee erwartet. Dann können Bäume umstürzen und zur Gefahr werden. (Archivbild)
In Teilen von NRW wird viel Schnee erwartet. Dann können Bäume umstürzen und zur Gefahr werden. (Archivbild)  © Felix Kästle/dpa

Sicher ist, dass es in NRW vor allem den Norden des Landes treffen wird.

Bereits am Freitag hatte der Deutsche Wetterdienst gewarnt, dass am Wochenende mit massiven Behinderungen im Schienen- und Straßenverkehr zu rechnen sei.

Losgehen soll es am Samstagabend.

Innerhalb von zwölf Stunden müsse mit 15 bis 25 Zentimeter Neuschnee gerechnet werden.

Auch 40 Zentimeter seien nicht ausgeschlossen. Bei starkem bis stürmischem Ostwind seien zusätzlich starke, teils auch extreme Schneeverwehungen zu erwarten.

Die Bahn und die Autobahnmeistereien haben sich auf zahlreiche Einsätze vorbereitet.

Die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes vom Freitag. Noch ist nicht genau klar, wo in NRW der Wintereinbruch besonders hart eintrifft.
Die Wetterprognose des Deutschen Wetterdienstes vom Freitag. Noch ist nicht genau klar, wo in NRW der Wintereinbruch besonders hart eintrifft.  © DPA

Deutsche Bahn rät nur zu dringend notwendigen Fahrten

Die Deutsche Bahn empfiehlt, nur zwingend notwendige Fahrten anzutreten.
Die Deutsche Bahn empfiehlt, nur zwingend notwendige Fahrten anzutreten.  © Oliver Berg/dpa

Wegen des erwarteten heftigen Wintereinbruchs in Teilen Deutschlands rät die Deutsche Bahn von nicht zwingend nötigen Reisen mit dem Zug am Wochenende in NRW weitgehend ab.

Auch im Regionalverkehr in Nordrhein-Westfalen sei mit Beeinträchtigungen zu rechnen. "Wir empfehlen Ihnen, nur dringend notwendige Fahrten mit der Bahn anzutreten", teilte das Unternehmen mit.

"Im Falle einer schweren Wetterlage und schlechten Straßenverhältnissen kann ein Busnotverkehr nicht garantiert werden."

Die Mobilitätsgarantie, die sonst für Fahrgäste im Regionalverkehr in NRW gilt, finde ab Sonntag wegen des Unwetters keine Anwendung.

Wer mit dem Zug nicht mehr an sein Ziel komme, könne dann zum Beispiel nicht wie sonst auf Kosten der Bahn in ein Taxi umsteigen.

Im Norden Deutschlands waren am Samstag vorsorglich schon einige Verbindungen im Fernverkehr eingestellt worden. In Nordrhein-Westfalen war davon allerdings nur die Intercity-Verbindung von Münster nach Norddeich Mole betroffen.

Moderatorin Katja Burkhardt (55) hofft derweil, dass alle das Wetter unbeschadet überstehen.

Update, 12.09 Uhr: Münsterland rüstet sich vor Wintereinbruch

Im Münsterland bereiten sich die Räumdienste wegen des erwarteten unwetterartigen Wintereinbruchs auf einen außergewöhnlichen Einsatz vor.

Sollte tatsächlich so viel Schnee fallen wie prognostiziert, stehe der Stadt einer der größten Einsätze seit Jahren bevor, sagte der Einsatzleiter für den Winterdienst in Münster, Gregor Walterbusch, den Westfälischen Nachrichten.

Er rechne mit einer "absoluten Ausnahmelage". In seinen 21 Dienstjahren habe er "noch nie mit so viel Schnee in so kurzer Zeit" planen müssen.

Update, 14.19 Uhr: Höchste Unwetter-Warnstufe für Westfalen

Eine Straße im südlichen Niedersachsen ist bereits verschneit. In Westfalen droht ein heftiger Schneefall ab Samstagabend.
Eine Straße im südlichen Niedersachsen ist bereits verschneit. In Westfalen droht ein heftiger Schneefall ab Samstagabend.  © Swen Pförtner/dpa

Der Deutsche Wetterdienst hat wegen des erwarteten heftigen Wintereinbruchs die höchste Unwetterwarnstufe für Teile Westfalens ausgegeben.

Räumdienste und Einsatzkräfte bereiteten sich am Samstag auf einen der größten Einsätze seit Jahren vor. Auch die Bahn setzte ihre Schneeräumtrupps in Bereitschaft, warnte aber trotzdem vor möglichen Zugausfällen.

Besonders betroffen sein werde vermutlich die Region vom Kreis Lippe über Bielefeld und Paderborn bis nach Münster und Unna. Für dieses Gebiet gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) ab Samstag 21.00 Uhr eine Warnung vor starkem Schneefall und ab Mitternacht vor extrem starken Schneeverwehungen heraus.

In vielen Regionen sei mit 15 bis 30 Zentimeter Schnee zu rechnen, teilweise seien sogar 40 Zentimeter möglich. Zusätzlich verschärft werde die Lage, weil ein starker Ostwind den lockeren Schnee verwehen und örtlich sehr hoch auftürmen könne.

Für viele weitere Regionen in NRW warnte der Wetterdienst noch mit der zweithöchsten Warnstufe vor starkem Schneefall. "Straßen und Schienenwege können unpassierbar sein. Vermeiden Sie alle Autofahrten!", warnten die Meteorologen. Erst am Sonntagabend werde sich die Lage entspannen.

Südlich dieser von starkem Schneefall betroffenen Regionen rechnen die Meteorologen zudem mit einem gefährlichen Eisregen.

Wo genau in NRW es besonders glatt werden könnte, sollten die Wettermodelle im Laufe des Samstagnachmittags zeigen. Betroffen sein könnten vor allem das Ruhrgebiet, Südwestfalen und der Niederrhein.

Titelfoto: Felix Kästle/dpa

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