Wetter-Warnung: Tropensturm Edouard nimmt Kurs auf Deutschland

Deutschland - Es brodelt sich was zusammen. Die Warnungen vor "Edouard" werden konkreter. Lange Zeit waren sich die Meteorologen uneins: Zum einen war der genaue Kurs des Tropensturms nicht klar, zum anderen gingen die Modelle des Ausmaßes auseinander. 

Die Verbindung von "Edouard" und Tief "Xochil" lässt die Wetterküche brodeln.
Die Verbindung von "Edouard" und Tief "Xochil" lässt die Wetterküche brodeln.  © Bernd März/wetter.com

Nun scheint festzustehen, dass der leicht abgeschwächte Sturm eine Menge Regen im Gepäck hat. Auch Superzellen im Süden Deutschlands sind möglich. Den Norden erwischt es mit starken Windböen.

Zuerst betroffen vom vielen Nass ist sogar die Formel 1. Diese trifft am Samstag in Österreich (Spielberg) beim "Steiermark GP" auf starke Gewitter. Hier drohen Renn-Ausfälle.

Momentan kommt auf dem Atlantischen Ozean nämlich die Hurrikan-Saison mehr und mehr in Gang. Tief "Edouard" hat sich über dem Nordatlantik zu einem Tropensturm entwickelt - mit Kurs auf Europa. Die mittlere Windgeschwindigkeit beträgt 65 km/h, Windspitzen um die 90 km/h. 

"Edouard" schwächt sich zwar ab, allerdings entwickeln ehemalige Tropenstürme oft stärkere Regenfälle als "normale" Tiefdruckgebiete.

Sogenannte Superzellen im Süden möglich, starker Regen fast überall, Graupel im Noden

Besonders im Süden Deutschlands muss mit starken Gewittern bzw. Superzellen gerechnet werden.
Besonders im Süden Deutschlands muss mit starken Gewittern bzw. Superzellen gerechnet werden.  © Unsplash/Thái An

Laut weather.com soll es in Deutschland "vor allem heftige Regenfälle" zum Ende der Woche hin geben. Laut wetter.com "steht der ehemalige Tropensturm direkt vor Deutschlands Toren". Er hat sich mit Tief "Xochil" verbunden - was die Wetterküche mächtig durcheinander bringt. 

Unwetter bis nach Sachsen sind besonders am Freitag möglich. Da zieht der Sturm von West nach Ost durchs Land, so Paul Heger von wetter.com. "Punktuell kann es heftige Superzellen geben", so die Voraussage. 

Laut neuesten Wetterberechnungen würde "Edouard" also am Donnerstagabend Deutschland erreichen und in der Nacht zu Freitag schon starken Regen bringen. 

Der "Deutsche Wetterdienst" sagt Folgendes voraus: 

"Am Freitag vor allem im Süden und in der Mitte teils kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel. Lokale Unwetter nicht ausgeschlossen." Im Norden wird's richtig markant: Auch an der Nordsee sowie im Nordwesten treten einzelne kurze Gewitter mit Sturmböen auf - dabei sei sogar Graupel im Gepäck! 

Wie heftig uns das Wetterphänomen konkret trifft, kann erst ab Donnerstag genau vorausgesagt werden. Sicher ist bisher nur: Das gefährliche Wetter-Intermezzo hält nur kurz an. Ab nächste Woche wird's "gemütlicher". TAG24 bleibt dran.

Titelfoto: Bernd März/wetter.com

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