Zu warm und zu nass: Das sagt der Wetterdienst zum Sommer 2021

Offenbach/Stuttgart - Der baden-württembergische Sommer ist nicht nur zu warm gewesen.

Marienthal (Rheinland-Pfalz) Ende Juli: Ein Haus ist nach dem Hochwasser vollkommen aufgerissen. Die Flut nach Tief "Bernd" hat auch hier zahlreiche Häuser zerstört.
Marienthal (Rheinland-Pfalz) Ende Juli: Ein Haus ist nach dem Hochwasser vollkommen aufgerissen. Die Flut nach Tief "Bernd" hat auch hier zahlreiche Häuser zerstört.  © Thomas Frey/dpa

Er war nach einer vorläufigen Bilanz des Deutschen Wetterdienstes (DWD) vor allem der regenreichste seit mindestens zehn Jahren.

Das teilte der DWD am Montag in Offenbach nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner bundesweit rund 2000 Messstationen mit.

Die Meteorologen ermittelten eine Durchschnittstemperatur von 17,8 Grad. Das ist wärmer als der Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990 - er betrug 16,2 Grad.

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Der Vergleich mit den Werten aus früheren Jahrzehnten soll den Wetterforschern eine Einschätzung des längerfristigen Klimawandels ermöglichen.

Die Sonne kam laut DWD im Südwesten an 625 Stunden (Referenzwert: 636 Stunden) heraus.

Wenig überraschend beim Blick aus dem Fenster: Baden-Württemberg zählte mit nahezu 395 Litern pro Quadratmeter (292 l/m²) auch zu den niederschlagsreichen Regionen in einem Sommer, der vor allem durch das Tief "Bernd" und die verheerenden Unwetter an der Ahr und in Nordrhein-Westfalen geprägt war.

Bundesweit fielen im Sommer 2021 im Mittel rund 310 Liter pro Quadratmeter - auch das sind mit 30 Prozent fast ein Drittel mehr als im Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Damit sei die seit drei Jahren andauernde Phase zu trockener Sommer beendet worden, teilte der DWD mit.

Titelfoto: Thomas Frey/dpa

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