Der Erfolg von "Fit" ist ja fast schon unheimlich...

Konsequent kauft Fit-Chef Wolfgang Groß (63) Westmarken auf. An seiner Seite: Tochter und Co-Chefin Lisa Groß.
Konsequent kauft Fit-Chef Wolfgang Groß (63) Westmarken auf. An seiner Seite: Tochter und Co-Chefin Lisa Groß.

Von Juliane Morgenroth

Zittau - Fit auf der Überholspur: Der Reinigungsmittelhersteller macht jetzt auch Haarpflege und übernimmt die Traditionsmarke Gard - wieder ein Klassiker aus dem Westen.

Früher Bestandteil des Leuna-Kombinats „Walter Ulbricht“, übernimmt Fit aus Zittau-Hirschfelde heute nach und nach geräuschlos traditionsreiche Westmarken:

Jetzt hat sich Fit die Haarpflegemarke Gard von der Doetsch Grether AG aus Basel (Schweiz) gesichert.

„Wir wollten schon länger in die Körperpflege einsteigen. Zugrunde liegen ähnliche Rohstoffe“, erklärt Fit-Chef Wolfgang Groß (63).

Ziel sei es, möglichst alle Gard-Produkte in Zittau herzustellen - dazu müsse aber erst mal angebaut werden. Zusätzliche Jobs sind geplant.

Kuschelweich gehört seit 2009 zu Fit. Der Weichspüler wird in Zittau hergestellt und kurbelt den Umsatz mächtig an.
Kuschelweich gehört seit 2009 zu Fit. Der Weichspüler wird in Zittau hergestellt und kurbelt den Umsatz mächtig an.

Aktuell werden die Produkte von Gard in der Schweiz hergestellt. Dazu gehören Haarspray, Gel und Kurfestiger. Groß hat viel vor mit der Marke Gard, die in den 70er- und 80er-Jahren mit ihren Werbespots zum Kult wurden („Schönes Haar ist dir gegeben, lass es leben mit GARD“).

Heute allerdings liegt der Marktanteil der Produkte bei jeweils unter fünf Prozent, so Groß: „Wir konkurrieren mit L’Oréal und Henkel, da kann man sich nicht ausruhen. Eine Riesenaufgabe.“

Der Umsatz steigt dank der Zukäufe jährlich - 2014 lag er bereits bei 158 Millionen Euro. Derzeit hat Fit mehr als 200 Mitarbeiter. Mit Gard kommen zu den 100 hergestellten Artikeln 20 dazu.

Angefangen hat Fit als Hersteller des berühmten Spülmittels, kaufte dann bekannte Marken wie Rei, Sanso, Sunil und Kuschelweich. Der Weichspüler Kuschelweich ist heute größter Umsatzbringer.

Fotos: Ove Landgraf, dpa/Arno Burgi


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