Wegen GEZ: Student aus Halle attackiert Polizisten

Der Student, der angeblich der "Reichsbürger"-Bewegung angehört, ließ sich die Dienstausweise der Beamten zeigen, erkannte diese jedoch nicht an. (Symbolbild)
Der Student, der angeblich der "Reichsbürger"-Bewegung angehört, ließ sich die Dienstausweise der Beamten zeigen, erkannte diese jedoch nicht an. (Symbolbild)  © DPA

Halle (Saale) - Ein Student aus Halle wurde nach dem Angriff auf einen Polizisten zu einer Geldstrafe verurteilt.

Der Polizist wollte im September des vergangenen Jahres mit seinen Kollegen und einem Gerichtsvollzieher einen Durchsuchungsbeschluss durchsetzen und in die Wohnung des 28-jährigen Studenten eindringen.

Der junge Mann hatte seine Rundfunkgebühren nicht bezahlt, weil er als Student einen Befreiungsnachweis hatte, berichtet die "Mitteldeutsche Zeitung". Der Nachweis hierfür ging jedoch nicht bei den Behörden ein, wodurch eine Pfändung der ausstehenden 270 Euro angeordnet wurde.

Als die Beamten jedoch um Einlass baten, bekamen sie eine deftige Abfuhr von dem Studenten, der laut Angaben der "MZ" der "Reichsbürger"-Bewegung angehört. "Sie sind Privatbeamte der Firma BRD", habe er gesagt und den elf Personen den Zutritt zu seiner Wohnung verweigert. Anschließend schlug er einem der Polizisten in den Bauch und attackierte einen weiteren.

Wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wurde er vom Amtsgericht Halle (Saale) zu einer Strafe von 400 Euro verurteilt.

Die Nachweise über seine GEZ-Befreiung erreichten eine Woche nach der Prügel-Attacke die Stadtverwaltung. Daraufhin erhielt der Student beschlagnahmte Gegenstände wie Fernseher, Kamera und Spielkonsole zurück.


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