Bundespolizist gefeuert, weil er sich wie ein Reichsdeutscher verhielt

Bautzen/Pirna - Für den Staat Recht und Ordnung durchsetzen, diesen selbst aber nicht anerkennen? Ausgerechnet ein Bundespolizist in Pirna hatte damit seine Probleme.

Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen hält die Kündigung für rechtmäßig.
Das Oberverwaltungsgericht in Bautzen hält die Kündigung für rechtmäßig.  © Thomas Türpe

Der Ordnungshüter pöbelte in der Art von Reichsbürgern - jetzt ist er seinen Polizeijob endgültig los.

Zum Verhängnis wurde dem Beamten ein Knöllchen über 35 Euro, das er in Pirna kassiert hatte. In einem Schreiben ans Pirnaer Ordnungsamt bezeichnete er die Behörde als "private Gesellschaft" und forderte von der Stadt sogar "Schadenersatz".

Begründung: fehlende "besatzungsrechtliche Autorisierung."

Typisch "reichsdeutsch", bezeichnete er seinen Personalausweis als "gegenstandslos", schließlich sei er "Deutscher Staatsangehöriger im Königreich Sachsen oder einem Bundesstaat".

Die Bundespolizei in Pirna hatte danach endgültig die Faxen dicke.

Sie feuerte den Kollegen. Dessen Klage dagegen schmetterte das Oberverwaltungsgericht Bautzen nun endgültig ab.

Titelfoto: Thomas Türpe


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