Mehr Reichsbürger in NRW: "Wir schätzen die Szene als gefährlich ein"

Köln / Düsseldorf - Der NRW-Verfassungsschutz registriert im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen mehr Reichsbürger. Sie werden als potenziell gefährlich eingestuft.

Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes.
Burkhard Freier, Chef des NRW-Verfassungsschutzes.  © DPA

Ende 2017 sei die Behörde noch von etwa 2200 Reichsbürgern ausgegangen, inzwischen werde die Szene auf 2750 Personen geschätzt, berichtete am Sonntag das WDR-Magazin "Westpol".

Der NRW-Verfassungsschutz erkläre den Anstieg unter anderem mit höherer Aufmerksamkeit und besserer Beobachtung der Reichsbürger-Szene.

Verfassungsschutz-Chef Burkhard Freier warnte in dem Beitrag: "Wir sehen die Gefahr, dass auch rechtsterroristische Gruppen entstehen könnten."

Seine Analyse: "Wir schätzen die Reichsbürger-Szene als gefährlich ein", so Behördenchef Burkhard Freier im Westpol-Interview am Sonntag.

150 Reichsbürger besäßen eine Waffenerlaubnis. "Bei 50 Personen ist die Waffe entzogen worden", sagte Freier in "Westpol". Insgesamt hätten rund 100 Personen eine «stramme rechtsextreme Ideologie».

Titelfoto: DPA


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