Reichsbürger-Vorwurf: Will die AfD diesen Politiker los werden?

Udo Hemmelgarn (li.) wehrt sich vehement gegen die Reichsbürger-Vorwürfe.
Udo Hemmelgarn (li.) wehrt sich vehement gegen die Reichsbürger-Vorwürfe.

Gütersloh - Nachdem Anschuldigungen laut wurden, der Sprecher des AfD-Kreisverbands Gütersloh sei ein Reichsbürger (TAG24 berichtete), wehrt sich Udo Hemmelgarn (57) jetzt massiv gegen diese Vorwürfe.

Laut RP-Online stammen diese Informationen "aus gut informierten Kreisen". Durch die Beschuldigungen, er würde den deutschen Staat nicht anerkennen, geriet der Politiker sogar ins Visier des Verfassungsschutzes.

Gegenüber der Neuen Westfälischen bestreitet Hemmelgarn die Vorwürfe allerdings: "Was dort geschrieben wurde, entbehrt jeder Grundlage. Ich werde ganz massiv juristisch dagegen vorgehen."

Noch am Donnerstag will der Kreis-Sprecher der AfD Strafanzeige stellen. Außerdem äußert er eine fast unglaubliche Vermutung: Hat seine eigene Partei gezielt Fehlinformationen weitergegeben, um ihn loszuwerden?

"Es geht dabei aus meiner Sicht um Eitelkeiten. Und sonst um nichts anderes", sagte er. Außerdem stünde er "voll und ganz" hinter dem Grundgesetz.

War es also Neid, der seine Partei-Kollegen zu so etwas trieb? Schließlich schaffte Hemmelgarn es erst Ende Februar auf Platz 8 der Landesliste für die Bundestagswahl. Ein Einzug ist damit sehr wahrscheinlich.

Marcus Pretzell, AfD-Landeschef, steht ebenfalls hinter dem 57-Jährigen und stärkt ihm den Rücken: "Herr Hemmelgarn hat sich immer klar von Reichsbürgern abgegrenzt."


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