Reiseanbieter Thomas Cook pleite: Stranden jetzt 180.000 Urlauber?

London - Die Zeit drängt! Treibt der britische Reisekonzern Thomas Cook nicht in kürzester Zeit 227 Millionen Euro (200 Milllion Pfund) auf, könnten unzählige Passagiere stranden.

Thomas Cook steht vor dem Aus.
Thomas Cook steht vor dem Aus.  © Christoph Schmidt/dpa

Der 178 Jahre alte Reiseanbieter war zuletzt ins Schlingern geraten. Selbst die bereits vereinbarten 1.02 Milliarden Euro (900 Millionen Pfund) an Finanzhilfen reichen laut "ntv" nicht mehr aus. Mittlerweile ist die Rede von weit über einer Milliarde Euro, die der Konzern angeblich benötigt.

Schafft Thomas Cook die Rettung nicht, hätte dies Folgen für rund 180.000 Passagiere. Diese könnten ihre Reisen dann entweder nicht antreten oder würden an ihren Urlaubsorten stranden.

Zudem wären laut "Mirror" ungefähr 21.000 Arbeitsplätze weltweit davon betroffen, alleine 9000 davon in Großbritannien.

Und auch in Deutschland stünden dann viele Arbeitnehmer vor einer ungewissen Zukunft.

Betroffen wäre hier vor allem die Thomas-Cook-Tochter Condor. Die Airline arbeitet zurzeit zwar profitabel, wie "Airliners" berichtet, würde aber ebenfalls mit zur Konkursmasse gehören.

Die letzte Hoffnung beruht jetzt auf der britischen Regierung, die dem Konzern mit den notwendigen 227 Millionen Euro aushelfen könnte.

Doch was passiert eigentlich mit den Urlaubern, wenn Thomas Cook wirklich pleite geht?

Gestrandete Passagiere auf dem Flughafen. (Symbolbild)
Gestrandete Passagiere auf dem Flughafen. (Symbolbild)  © Boris Roessler/dpa

Ohne Rettung von Thomas Cook würde sich somit für alle Beteiligten ein wahres Horrorszenario ergeben. Mitarbeiter würden um ihre Arbeitsplätze bangen, Gläubiger um ihr Geld und Passagiere um ihren Urlaub.

Viele könnten wohl ihren Urlaub nicht antreten, andere kämen auf einmal nicht mehr aus ihren Feriendestinationen zurück.

Der sogenannte Atol-Schutz sichert dagegen zumindest Kunden ab, welche eine Pauschalreise gebucht haben. Stornierte Reisen würden voll zurückerstattet werden und der wichtige Rücktransfer nach Hause wäre abgesichert.

Zahlen müsste dafür dann der britische Steuerzahler. Allein das Heimbringen der Urlauber würde ihn wohl um die 700 Millionen Euro kosten.

Fest steht, egal welches Szenario eintritt, es wird den britischen Staat wohl eine Menge Geld kosten.

Die nächsten Stunden und Tagen werden es somit sehr nervenaufreibend für alle Beteiligten. Schafft es Thomas Cook nochmal das Ruder herumzureißen oder endet im September 2019 die Geschichte eines 178 Jahre alten Reiseanbieters?

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