Grausames religiöses Ritual: Sechs Kinder und Schwangere ermordet

Terrón (Panama) - In Panama sind sechs Kinder und eine schwangere Frau nach offiziellen Angaben bei einem religiösen Ritual gefoltert und geopfert worden.

Ermittler wurden über soziale Medien auf die grausamen Vorfälle aufmerksam. (Symbolbild)
Ermittler wurden über soziale Medien auf die grausamen Vorfälle aufmerksam. (Symbolbild)  © 123RF/Paul Fleet

Weitere 15 Menschen seien davor gerettet worden, möglicherweise dasselbe Schicksal zu erleiden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des mittelamerikanischen Landes am Donnerstag mit.

Die zehn mutmaßlichen Täter - acht Männer, eine Frau und ein Minderjähriger - seien festgenommen worden.

Die Kinder im Alter zwischen einem und 17 Jahren sowie die 32-jährige Frau wurden den Angaben zufolge bereits am Dienstag in einem Massengrab auf einem Friedhof im Dorf Terrón im Westen Panamas gefunden. (TAG24 berichtete)

Bei der Frau handelte es sich demnach um die Mutter von fünf der Kinder, bei einem der mutmaßlichen Täter um deren Großvater.

Die Opfer seien zwei Tage zuvor getötet worden, erklärte der Oberstaatsanwalt der Provinz Bocas del Toro, Rafael Baloyes, vor Journalisten.

"Kirche Gottes" behauptet, Botschaft von Gott bekommen zu haben

In einem Gebäude, das die mutmaßlichen Täter als Kirche für ihre Rituale benutzten, wurden ihm zufolge 15 Menschen gefangen gehalten und misshandelt. Dort seien Macheten gefunden worden, die mutmaßlich gegen die Opfer eingesetzt worden seien.

Die Ermittler seien über soziale Medien darauf aufmerksam geworden, dass in der von Indigenen bewohnten Gemeinde Menschen misshandelt wurden - eine Person sei mit glühenden Kohlen verbrannt worden.

Seit etwa drei Monaten hätten dort religiöse Rituale stattgefunden, die vom in der Gegend vorherrschenden Katholizismus abwichen, sagte Baloyes.

Die Gewalt hatte nach seinen Angaben am Samstag begonnen, nachdem ein Mitglied der Gruppe, die sich "Kirche Gottes" nenne, behauptet habe, eine Botschaft von Gott bekommen zu haben. Die Gruppe habe ihre Nachbarn aus deren Häusern gezerrt und in die Kirche gebracht.

Sie sollten getötet werden, wenn sie ihre Sünden nicht bereuten.

Video der Angaben des Oberstaatsanwalts Baloyes

Titelfoto: 123RF/Paul Fleet

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