Ex-Radprofi und Ehefrau tot in Haus gefunden

Schweinfurt - Bei einem tragischen Vorfall in der Nähe der unterfränkischen Stadt Schweinfurt sind am Dienstag zwei Menschen ums Leben gekommen (TAG24 berichtete). Nun ist klar, wer die Toten sind.

Remig Stumpf (oben) beim 6-Tage Rennen in Dortmund im Jahr 1992.
Remig Stumpf (oben) beim 6-Tage Rennen in Dortmund im Jahr 1992.  © imago images / Horstmüller

In der Gemeinde Bergrheinfeld hatten Feuerwehrleute nach einem Wohnhausbrand eine schreckliche Entdeckung gemacht: Die Einsatzkräfte stießen in dem Gebäude auf zwei Leichen.

Dabei handelte es sich nach ersten Informationen um Eheleute: Der Mann lag leblos im Erdgeschoss, seine Frau fand die Feuerwehr im Keller des Hauses.

Am Mittwoch berichteten nunmehr mehrere Medien übereinstimmend, dass es sich bei dem männlichen Toten um den ehemaligen Radprofi Remig Stumpf handelte.

Der 53-Jährige soll angeblich zunächst seine Ehefrau umgebracht haben, im Anschluss tötete er sich selbst.

Am Mittwoch soll die Obduktion der beiden Leichen abgeschlossen werden, um final die Identität der beiden Toten zu klären.

Stumpf und seine Frau Mirjam, die getrennt voneinander lebten, hinterlassen drei Kinder. Auch aus erster Ehe hatte Stumpf ein Kind.

Stumpf nahm 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul (Südkorea) teil. Bereits 1993, im Alter von 28 Jahren, beendete er seine Karriere. Seinen größten Erfolg feierte er bei einem Etappensieg bei der Tour de Suisse 1989.