Not-OP musste Opfer (89) retten: Festnahme nach brutalem Überfall in Erfurt

Erfurt - Knapp drei Monate nach einem gewalttätigen Raub mit einer lebensbedrohlich verletzten alten Frau in Erfurt sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft.

Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall wegen eines versuchten Tötungsdelikts und hat die Arbeitsgruppe "Hubertus" gebildet.
Die Kriminalpolizei ermittelt in dem Fall wegen eines versuchten Tötungsdelikts und hat die Arbeitsgruppe "Hubertus" gebildet.

Der 41-Jährige werde des versuchten Mordes, der gefährlichen Körperverletzung und des schweren Raubes beschuldigt, teilte die Staatsanwaltschaft Erfurt am Mittwoch mit.

Er soll an einem Abend Ende Juni in das Haus einer 89-jährigen Frau eingedrungen sein und die Frau auf der Suche nach Diebesgut mit einem Gegenstand niedergeschlagen haben. Sie konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Der 41-Jährige war am Dienstag in Erfurt festgenommen worden, das Amtsgericht Erfurt erließ Haftbefehl.

Die schwer verletzte Frau war nach damaligen Angaben der Polizei am Morgen nach der Tat von einem Familienangehörigen gefunden worden. Der Tatverdächtige ist laut Staatsanwaltschaft mehrfach vorbestraft, auch wegen Gewaltdelikten. Bei dem Überfall habe er den Tod der Frau billigend in Kauf genommen.

Der dringende Tatverdacht gegen den jetzt Festgenommenen ergebe sich insbesondere aus den ausgewerteten Spuren, hieß es. Der Mann selbst habe sich zum Tatvorwurf nicht geäußert.

Unbekannte sollen in der Nacht gewaltsam in das Einfamilienhaus der Frau an einem Waldstück im Süden der Stadt eingedrungen sein.
Unbekannte sollen in der Nacht gewaltsam in das Einfamilienhaus der Frau an einem Waldstück im Süden der Stadt eingedrungen sein.  © Marcus Scheidel

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