Rentnerin findet Granate und stellt sie sich als Deko ins Wohnzimmer

Bretleben - Polizisten trauten ihren Augen nicht, als sie am Montagnachmittag im Wohnzimmer einer Rentnerin in Bretleben standen.

Die Granate hatte die Frau in einer Garage gefunden.
Die Granate hatte die Frau in einer Garage gefunden.  © Polizei

Denn fein gesäubert stand dort auf einem Tisch anscheinend eine Sprenggranate aus dem 1. Weltkrieg. Der hinzugerufene Munitionsbergungsdienst bestätigte diesen Verdacht später.

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte die Rentnerin die dreckige Granate am Sonntag in ihrer Scheune gefunden. Dass es sich dabei aber um einen wirklich gefährlichen Fund handelte, realisierte sie aber nicht.

So rief sie nicht die Polizei, sondern machte sich daran, ihr Fundstück zu putzen und als Deko (!) in ihr Wohnzimmer zu stellen.

"Später kamen ihr jedoch Zweifel und sie informierte einen Nachbarn. Der verständigte die Polizei", so ein Polizeisprecher.

Am Montag nahmen die Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes die Granate dann mit, um sie weiter zu untersuchen.

Zwar ist bei dieser kuriosen Aktion glücklicherweise alles gut gegangen, die Polizei warnt aber nochmals ausdrücklich davon, das Verhalten der Seniorin nachzuahmen.

Bei unklaren Fundstücken, insbesondere bei dem Verdacht, dass es sich um Sprengkörper handeln könnte, sollte sofort die Polizei verständigt und der Fundort gesichert werden. Auf keinen Fall sollte man das Fundstück berühren, denn das könnte die Explosion auslösen.

Fein säuberlich hatte die Frau die Sprenggranate auch noch gereinigt.
Fein säuberlich hatte die Frau die Sprenggranate auch noch gereinigt.  © Polizei

Titelfoto: Polizei

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