Rentnerpärchen prellt Onlinehändler um 24.000 Euro

Das Rentnerpärchen Evgenie R. (56) und Valeri R. (68) muss sich am Dienstag vor Gericht verantworten.
Das Rentnerpärchen Evgenie R. (56) und Valeri R. (68) muss sich am Dienstag vor Gericht verantworten.

Von Eric Hofmann

Dresden - Da hilft alles Dummstellen nichts: Valeri R. (68) und Evgenie R. (56) nahmen gegen Geld insgesamt über 30 Pakete auf ihren Namen an, schickten sie weiter nach Osteuropa. Nun mussten sie sich vor dem Dresdner Amtsgericht wegen Geldwäsche verantworten - denn alle Pakete wurden auf betrügerische Weise bestellt.

Das Stellenangebot klang für Rentner Valeri einfach zu verlockend: 200 Euro bot ihm ein Unbekannter, wenn er Pakete annimmt und weiterschickt. Über zehnmal tat er das im Jahre 2012, dann noch 25-mal zusammen mit seiner Freundin Evgenie.

Doch damit machten sie sich zu Komplizen einer Betrügerbande: Die Pakete kamen von Online-Händlern. Darin steckten zum Beispiel Reifen, Computer, Smartphones oder Kameras. All das wurde mit geklauten Kreditkarten-Daten und auf die Namen der beiden Sachsen bestellt.

Allein durch die 35 Taten, an denen Valeri beteiligt war, entstand ein Schaden von 23.279,44 Euro. Der diplomierte Mechaniker gestand alle Taten: „Ich wollte mir einfach etwas dazu verdienen“, so Valeri. „Das wird mir eine Lehre sein.“

Dafür kassierte er 540 Euro Geldstrafe, muss aber noch mit hohen Forderungen der geprellten Firmen rechnen.

Seine Freundin schwieg, deshalb wird ihr Prozess fortgesetzt.

Fotos: Ove Landgraf


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0