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BRN-Einsatz! Retten im Minutentakt

Dresden - Freiwillig schuften, wenn nebenan Zehntausende feiern: Die einzigen, die bei der BRN mehr Kilometer zurücklegen als die Besucher selbst sind die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Alkohol-Leichen, verdrehte Gelenke, Platzwunden, Schnittverletzungen ... Bei keinem Dresdner Groß-Event sind die Männer und Frauen vom DRK so unter Strom wie bei der BRN. Die MOPO war eine Nacht mit ihnen unterwegs!
Einsatz direkt vor den Türen der Feuerwache Louisenstraße.
Einsatz direkt vor den Türen der Feuerwache Louisenstraße.

Von Andrzej Rydzik

Dresden - Freiwillig schuften, wenn nebenan Zehntausende feiern: Die einzigen, die bei der BRN mehr Kilometer zurücklegen als die Besucher selbst, sind die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Alkohol-Leichen, verdrehte Gelenke, Platzwunden, Schnittverletzungen ...

Bei keinem Dresdner Groß-Event sind die Männer und Frauen vom DRK so unter Strom, wie bei der BRN. MOPO24 war eine Nacht lang mit ihnen unterwegs.

Freitagabend 22 Uhr: Im Hof der Feuerwache in der Louisenstraße hat das DRK längst Stellung bezogen. Im Behandlungszelt ist Notarzt Antonio Kantchew die Ruhe selbst.

Dieser Betroffene brach am Eingang der Feuerwache 1 zusammen und erhielt sofortige Versorgung.
Dieser Betroffene brach am Eingang der Feuerwache 1 zusammen und erhielt sofortige Versorgung.

Nebenan genießen die DRK-Helfer beim Kaffee die Ruhe vor dem sicheren Sturm, im Einsatzleitwagen bespricht sich Einsatzleiter Kai Ritter-Kittelmann (29) mit seinen Gruppenführern.

Beim Bundeswehr-Offizier, der genau wie seine 20 DRK-Kameraden ehrenamtlich hilft, laufen alle BRN-Notrufe ein.

Er verteilt sie auf einen Krankenwagen und drei mobile Einsatztrupps mit jeweils vier Sanitätern. Mit Fahrtragen müssen sich die Retter straffen Fußes minutenschnell in jede Ecke der BRN durchkämpfen.

Und dann wird es ernst. Alarm!

Der erste Einsatz gegen 23.15 Uhr für den Trupp Florentine 1. „Alkoholintoxikation, orientierungslos“ - der häufigste Notruf bei der BRN.

Mit den MOPO-Reportern auf der BRN mit freiwilligen Rettern unterwegs.
Mit den MOPO-Reportern auf der BRN mit freiwilligen Rettern unterwegs.

Mit ausgebreiteten Armen, „Vorsicht!“ brüllend, bahnt Markus Nikulski (26, hauptberuflich Drucker) Florentine 1 den Weg durch die Massen.

Marco Weber (22, Rettungsassistent-Azubi) und Jana Kunst (Altenpflegerin) manövrieren die Trage. Dahinter sichert Sebastian Wagner (31, Vertriebstrainer) ab. Er entschuldigt sich bei angerempelten BRN-Besuchern oder bedankt sich für die Rettungsgasse.

„Deeskalatation ist wichtig, weil die Stimmung schnell umschlagen kann. Denn wir werden nicht von der Polizei begleitet“, erklärt der 31-Jährige die Strategie.

Die Musik dröhnt, immer wieder versuchen Betrunkene, sich auf die Trage zu werfen oder den Behandlungsrucksack runter zu reißen.

Durch die Menschen-Menge! Auf dem Weg zum nächsten Einsatz.
Durch die Menschen-Menge! Auf dem Weg zum nächsten Einsatz.

Läppische Sprüche fallen, der eine oder andere Bier-Spritzer trifft den Trupp. Florentine 1 kennt das zur Genüge. Alle sind erfahrene BRN-Retter, haben ein dickes Fell. Das gehört wohl dazu, wie der Cannabis-Dunst in der Luft.

Der erste Patient entpuppt sich schnell als noch feiertauglich. Markus Nikulski: „Er war orientiert, seine Pupillen zeigten Reaktionen. Wir haben uns unterschreiben lassen, dass er die Behandlung verweigert. Das ist ok.“

Danach geht es Schlag auf Schlag! Im Alaunpark hat sich ein Punk beim Pogen das Knie verdreht. Florentine 1 übergibt den Patienten nach der Erstversorgung an eine Rettungswagen-Besatzung auf dem Bischofsweg. Plötzlich tauchen zwei junge Männer auf.

Einer mit gebrochener Nase, der andere mit Platzwunde über dem Auge - die Verlierer von Schlägereien.

Notarzt Dr. Kantchew (2. v. re.) behandelt einen Betroffenen.
Notarzt Dr. Kantchew (2. v. re.) behandelt einen Betroffenen.

Während die Retter beide versorgen, kommt der nächste Funkspruch. Florentine 1 muss sich aufteilen, weil ein bewusstloser Mann im Alaunpark liegt.

Aber auch das ist die BRN: Einmal mit der Taschenlampe vom Sanitäter angeleuchtet, ist der Bewusstlose wieder unter den Lebenden und feiert weiter.

Ruhiger wird es dennoch nicht. Kaum wieder in der Einsatzzentrale angekommen, stürzt sich Florentine 1 wieder ins Getümmel.

Tiefe Schnittverletzungen am Arm, heißt es. In der Party-Wohnung ist alles voller Blut. Ordentlich „betankt“ hatte sich ein junger Mann mit der Glasscheibe in der Küchentür angelegt.

Gewonnen hat er den ungleichen Boxkampf nicht.

Im Hinterhof der Feuerwache: Hier im Behandlungszelt.
Im Hinterhof der Feuerwache: Hier im Behandlungszelt.

Am Ende der ersten BRN-Schicht am Sonnabend früh 4.30 Uhr war Florentine 1 neun Mal im Einsatz. Insgesamt wurden alle DRK-Retter in dieser Nacht 31 Mal zu Hilfe gerufen - dank des Regenwetters ein mittelmäßiger Schnitt.

Bleibt die Frage, warum sich die ehrenamtlichen Sanitäter, die nicht einen Cent dafür kassieren, das antun?

„Weil es spannend ist, die Herausforderung BRN reizt. Das ist unser Beitrag für die Gesellschaft. Auch wenn es kitschig und abgedroschen klingt, ein ‚Danke‘ ist uns Lohn genug“, so Kai Ritter-Kittelmann.

Tatsächlich gab es in dieser Nacht auch einige unbeteiligte Leute, die den DRK-Rettern Anerkennung zollten.

Sanitäter in der Neustadt: Verlegung ins Krankenhaus (Bild li.). Im Bild rechts: Erstversorgung eines BRN-Besuchers mit Platzwunde am Kopf.
Sanitäter in der Neustadt: Verlegung ins Krankenhaus (Bild li.). Im Bild rechts: Erstversorgung eines BRN-Besuchers mit Platzwunde am Kopf.
Jana Lindner, Kai Ritter-Kittelmann und Julian Rahm bei der Lagebesprechung im Einsatzleitwagen (v. li.).
Jana Lindner, Kai Ritter-Kittelmann und Julian Rahm bei der Lagebesprechung im Einsatzleitwagen (v. li.).
Im Alaunpark hat sich dieser Punk verletzt.
Im Alaunpark hat sich dieser Punk verletzt.
Sebastian Wagner (31) beim Kontrollieren seiner Ausrüstung.
Sebastian Wagner (31) beim Kontrollieren seiner Ausrüstung.

Fotos: Ove Landgraf

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