Falknerstüb‘l: Herrliches Kreuzgewölbe auf Schloss Lauenstein

Das Renaissance-Schloss Lauenstein ist ein Augenschmaus.
Das Renaissance-Schloss Lauenstein ist ein Augenschmaus.

Von Katrin Fiedler

Lauenstein - Die Idee hatte ein Fremder. Aber Henry Dydymski (52) hat sie umgesetzt: Er baute 2002 einen Falkenhof auf Schloss Lauenstein auf - mit Unterstützung seiner Frau Kathrin (50). Sie betreibt - wie passend - das kleine Restaurant „Falknerstüb’l“.

Das Renaissance-Schloss Lauenstein ist ein Augenschmaus. Es thront über dem Müglitztal auf einem Felssporn. Ein wunderbarer Platz für Dydymski und seine Vögel.

30 Tiere, von Falken, Eulen, Bussarden über Adler bis hin zu Habichten, begleiten ihn, wenn er in mehr als einer Stunde seine Gäste in die Geschichte des Schlosses oder die Jagdfalknerei einführt.

Vor Beginn der Veranstaltungen verharren die stolzen Vögel auf ihrem Hochreck - direkt vor dem „Falknerstüb’l“. Dort können die Gäste vom Biergarten aus das Treiben beobachten.

Heute wird unterm herrlichen Kreuzgewölbe des „Falknerstüb’l“ sächsische Küche serviert.
Heute wird unterm herrlichen Kreuzgewölbe des „Falknerstüb’l“ sächsische Küche serviert.

Ein Konzept, das aufgeht. Denn auch das „Falknerstüb’l“ hat Geschichte. Hier gab der Adel seine Prachtexemplare nach der Jagd ab, bevor es hinein ins Schloss ging.

Heute wird unterm herrlichen Kreuzgewölbe des „Falknerstüb’l“ sächsische Küche serviert. Wildgerichte zählen zu den Hausspezialitäten.

„Das Fleisch beziehen wir dafür von regionalen Jägern“, sagt die Wirtin, die selbst kocht und frisch backt. Ihr Favorit: Eierschecke, sächsische. Das versteht sich von für sie von selbst.

Adresse: Falknerstüb’l, 01778 Lauenstein, Schloss 1, Tel. 035045/2 51 66 oder 0160/1 85 44 22. Geöffnet: Di. bis So., 12-17 Uhr. Falknervorführungen: Di.-So., 11, 13, 15 Uhr.

Wildschweinbraten aus dem Falknerstüb‘l

Rezeptidee.
Rezeptidee.

Zutaten für 4 Personen: 2 kg Wildschweinrücken mit Knochen, Salz, Pfeffer, Pfefferkörner, 3 Lorbeerblätter, 1 EL Thymian, 10 Wacholderbeeren, etwas Ingwerpulver, Senf, Ketchup, 1 große Zwiebel, Öl, 1 l Buttermilch, etwas Rotwein, 2 EL Preiselbeermarmelade, Soßenbinder.

Zubereitung: Das Fleisch waschen und in der Buttermilch einlegen. Über Nacht ziehen lassen. Dann abgießen, salzen, pfeffern und mit Ketchup und Senf einstreichen. Gerebelten Thymian und Ingwer darüberstreuen. In eine Pfanne geben und Wacholderbeeren und Pfefferkörner an die Seiten geben. Zwiebel schälen, halbieren und auch an die Seiten geben.

Mit Öl beträufeln. Alles mit 1/4 Liter Wasser auffüllen und im Ofen bei 200 Grad eine halbe Stunde anbraten. Drehen und noch einmal eine halbe Stunde anbraten. Immer wieder mit etwas Wasser nachgießen. Nach etwa 2 Stunden probieren, ob das Fleisch gar ist. Dann herausnehmen, vom Knochen lösen.

Soße in der Pfanne anrühren. Mit etwas Rotwein ablöschen und Preiselbeermarmelade unterheben. Aufkochen und die Gewürze in einem Sieb auffangen. Die Soße mit Soßenbinder andicken und abschmecken. Das in Scheiben geschnittene Fleisch kann mit Rotkohl und Kartoffeln serviert werden. Guten Appetit!

Fotos: Carla Arnold


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